Sonntag, 4. März 2018

Hipsterfoodwoche!


Hipsterfood, das: Schwierig zu definierende Bezeichnung für Essen, das zu Beginn seines Daseins sehr nonkonform, sehr innovativ, sehr Anti-Mainstream daherkommt, dann aber so oft fotografiert, geteilt und geherzerlt wird, dass es sich irgendwann zu essbaren Lästwanzen wandelt, die schlussendlich wieder in jenen Ritzen des Kulinariversums verschwinden, aus denen sie gekrabbelt kamen. Ein ewiger Kreislauf, dem wir Frozen Yogurt, Kale Chips und Green Smoothies verdanken, auch Karfiol-Steaks, Spaghetti aus Gemüse und Fermentiertes aller Art. Hey, es gibt sogar Stimmen, meine geliebten Wildpflanzen wären Hipsterfood!


Mädel vom Land, das: Braucht ihre kulinarische Neugier wie die Luft zum Atmen und probiert genau deshalb immer wieder einmal trendige Gerichte aus, die keinen Brauchtumscharakter haben, nicht aus dem Mühlviertel stammen, unregionale Zutaten sowie 0 % Wildpflanzen enthalten und irgendwie auch sonst so gar nicht zum Mädel-Image passen. Gerne auch Jahre zu spät, wenn der Hype darum längst verflogen und ein Wiederaufköcheln fast schon peinlich ist.


Nun heißt es ja: Aufgewärmt ist nur ein Gulasch gut. Egal. Man sagt ja auch: Was liegt, das pickt. Gekocht ist gekocht. Deshalb dürfen fünf meiner Hipsterfood-Versuche der vergangenen Zeit selbstverständlich ihr Antlitz ins Blogger-Rampenlicht halten, vor allem, weil sie es auch verdient haben. Ich bin selbst erstaunt - manche von ihnen haben sich zu echten Lieblingen entwickelt! Also hebt euch eure roll-eyes für später auf (schwierig, ich weiß), macht es nackig, dieses Hipsterfood, runter mit Etiketten und Mascherln, Vorurteile weg, Schubladen zu – und alle Sinne auf Empfang: Was steckt da eigentlich dahinter? Was ist neu? Welche Lebensmittel werden verwendet? Wie ließe sich spielen damit? Wie schmeckt es und vor allem: Schmeckt es mir?

Morgen geht’s los!

Kommentare:

  1. Na da bin ich ja gespannt! Solange keine kale chips, buddha bowls und verbrannter Blumenkohl dabei sind, bin ich dabei.

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  2. Nur zu, ich kann mir gut vorstellen, dass Gerichte, die wir heute als normal vertilgen, vor hundert Jahren noch sogenanntes Hipsterfood waren.
    Liebe Grüße
    Sigrid

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    1. Da hast du mit ziemlicher Sicherheit recht :-)
      Liebe Grüße!

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  3. Ganz Deiner Meinung :-). Ich renne auch keinen Trends hinterher und hänge keiner Ernährungsreligion an, aber neugierig bin ich doch und muss alles Mögliche ausprobieren. Manches überlebt (Blumenkohlsteak), manches gibt es nur einmal (Pizzaboden aus Blumenkohl). Ich bin gespannt, was Du präsentierst.

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    1. Beide deiner genannten Blumenkohlvarianten hab ich auch noch NICHT ausprobiert ;-)
      Liebe Grüße!

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