Donnerstag, 11. Dezember 2014

Eine Weihnachtslegende oder Wie der Apfel zum Menschen kam


Christkind kam in den Winterwald,
der Schnee war weiß, der Schnee war kalt.
Doch als das heil’ge Kind erschien,
fing’s an, im Winterwald zu blüh’n.

Christkindlein trat zum Apfelbaum,
erweckt ihn aus dem Wintertraum –
„Schenk’ Äpfel süß, schenk’ Äpfel zart,
schenk’ Äpfel mir von aller Art!“

Der Apfelbaum, er rüttelt sich,
der Apfelbaum, er schüttelt sich.
Da regnet’s Äpfel ringsumher;
Christkindleins Taschen wurden schwer.

Die süßen Früchte alle nahm’s,
und also zu den Menschen kam’s.
Nun, holde Mäulchen, kommt verzehrt,
was euch Christkindlein hat beschert!

Ernst von Wildenbruch


P.S.: Wer diese Keks-Spielerei nachbacken möchte: Die Apfelkekse sind aus normalem 3-2-1-Mürbteig gemacht (300 g Mehl, 200 g Butter, 100 g Zucker, 1 Ei, eine Prise Salz). Ein Drittel davon habe ich mit 20 g pulverisierten, gefriergetrockneten Himbeeren und 1 EL Milch verknetet. Nach dem Rasten werden die beiden Teige etwa 4 mm dick ausgerollt, mit Hilfe zweier runder Ausstecher (eine Ausstecher sollte im Durchmesser etwa 0,5 cm kleiner sein als der andere) ausgestochen und die beiden Farben zusammengesetzt. Als Apfelkerne kommen noch Kakaonibs auf den Teig, bei 180 °C etwa 10 Minuten sehr hell backen (da sonst das Rosa des äußeren Teigs komplett verschwindet). 

Freitag, 5. Dezember 2014

Was ist denn bloß … ein Vaspetarier?


Den perfekten Veganer gibt es nicht, hab ich gelesen, denn selbst wer sich noch so sehr bemüht: In der Welt, in der wir heute leben, ist es schwer bis fast unmöglich, einen veganen Lebensstil immer und überall durchzuziehen. Zu undurchsichtig die globale Warenproduktion, zu wenig Wissen dort, wo es notwendig wäre:

Für unsere vegetarischen Gäste

Gebratene Bachforelle mit Mandelbutter und Petersilkartoffeln
***
Getreidelaibchen mit Buttergemüse und Kräutersauce
***
[…]
(Auszug aus der Speisekarte eines Landgasthauses, nicht weit von mir entfernt)

Moment. Was heißt das denn? Dass der Versuch, vegan zu leben, sinnlos ist, weil es gar nicht 100 %ig funktionieren kann?

Nein, ganz sicher nicht. Eine vegane Lebensweise anzustreben, natürlich macht das Sinn. Aber: Ich komme immer mehr zum Schluss, dass mich eine Ganz oder gar nicht-Einstellung weitaus mehr blockieren als weiter bringen würde. Das betrifft so viele Bereiche meines Lebens und natürlich auch das Essen. Warum muss ich gleich auf alles und für immer verzichten, wenn ich mich auf eine nachhaltigere und / oder tierfreundlichere Ernährungsweise zubewegen will? Warum hat alles andere keinen Wert?
Ich glaube, hier tut eine entspanntere Herangehensweise gut. Schließlich ist es doch so: Was ich nicht haben oder essen darf, genau das wird zum Objekt meiner Begierde. Wenn ich mir hingegen die Option auf Bratwürstel oder Milchrahmstrudel offen halte, werde ich es – aus rein psychologischer Sicht – bei meinen täglichen Essentscheidungen um einiges leichter haben. Wenn ich nämlich weiß, dass ich eigentlich dürfte, fällt das Weglassen gar nicht mehr so schwer.

Alltagshandeln ändert sich nicht aus einer einzelnen Entscheidung heraus. Dazu basiert es zu sehr auf Gewohnheit. Es ändert sich durch Übung, durch Immer-wieder-Tun. Halbzeitvegetarier oder Flexitarier üben, weniger Fleisch zu essen. VASPetarier üben, weniger tierische Produkte zu konsumieren. VASP steht für Vegan As Possible – vielleicht ein Ernährungskonzept der Zukunft?

Keep in mind that being vegan is about intention, not perfection.
Colleen Patrick-Goudreau

Bleibt noch die eine Frage, die ich mir bei all meinen Überlegungen und guten Absichten immer wieder stelle: Kann ich als Einzelner überhaupt etwas verändern?
Ja, ich kann. Als Konsument habe ich die Möglichkeit, jeden Tag bei meinem Einkauf meine Stimme abzugeben. Dadurch beeinflusse ich das Angebot natürlich nicht von heute auf morgen. Aber ich trage zu einem kollektiven Trend bei, der letztlich einen gesellschaftlichen Wandel induzieren und Märkte umkrempeln kann. Das sollten wir nicht vergessen …


Vanillepudding vegan mit Dirndlsirup

Der vegane Vanillepudding aus Cashewmilch schmeckt wunderbar, am besten am Tag der Zubereitung. Je länger er aber auf seinen Einsatz wartet, desto mehr verliert er leider an Konsistenz und Geschmack.

Zutaten für 4 Portionen

500 ml Cashewmilch
3 EL Maisstärke
2 EL Zucker
2 EL Vanillezucker
1 Prise Kurkumapulver
Dirndlsirup* zum Übergießen

1. Etwa 400 ml Cashewmilch in einen Topf geben und aufkochen.

2. Die restliche Cashewmilch mit Maisstärke, Zucker, Vanillezucker und Kurkumapulver glatt rühren, in die kochende Cashewmilch einrühren und eindicken lassen.

3. Puddingförmchen mit kaltem Wasser ausspülen, den heißen Vanillepudding einfüllen, bei Zimmertemperatur erkalten und dann im Kühlschrank fest werden lassen.

4. Vanillepudding auf Teller stürzen und mit Dirndlsirup übergießen.

*Für den Dirndlsirup wird zuerst ein Dirndlsaft hergestellt. Dazu wird eine beliebige Menge Dirndln in einen Topf gegeben und Wasser hinzugefügt (etwa 1/3 der Dirndlmenge). Man lässt alles kurz aufkochen und dann über Nacht abkühlen. Am nächsten Tag wird die Masse mit einem Kartoffelstampfer gut zerdrückt, dann lässt sie durch ein feines Sieb oder ein sauberes Tuch ablaufen, dabei wird der Saft aufgefangen. Dirndlsaft schmeckt frisch sehr gut, er hält sich im Kühlschrank aber nur kurze Zeit. Um ihn haltbar zu machen, kann man Dirndlsirup herstellen: 1 Liter Dirndlsaft mit 700 g Zucker aufkochen und kochend heiß in saubere Flaschen abfüllen.


Nach Rezepten aus:
Die Kornelkirsche und ihre Vorzüge in Garten, Küche und Keller von Manuela Grasmann, erschienen im Leopold Stocker Verlag.
Himmlisch vegane Desserts von Lisa Fabry, erschienen im Unimedica Verlag.

Dienstag, 2. Dezember 2014

Landlustig


Wer glaubt, das Konzept Landlust wäre nur was für urbane Gebiete und die Städter, die in ihnen wohnen, der irrt. Nein, die Lust aufs Land boomt auch hier, am Land selbst. Da ist die Unmenge an Magazinen, die sich mit ländlichen Themen und Brauchtum beschäftigt und reißenden Absatz findet. Es gibt Initiativen, die Traditionen wiederbeleben möchten. Es gibt Bäuerinnen, die ihr Wissen in Seminaren weitergeben. Sogar die Dorfdiscos in den kleinsten Gemeinden, die seit geraumer Zeit meinen, an den Wochenenden nicht ohne Mottopartys auskommen zu können, haben Land und Lust für sich entdeckt. Zwei aktuelle und echt nicht erfundene Beispiele:

Komm zum Lederhos’n Wahnsinn.

Und:

Heit wird g’schmust.

Dass bei der Ankündigung solcher Veranstaltungen oftmals ein nicht allzu großer Wert auf orthographische Korrektheit gelegt wird, lässt sich hier bewundern:


Landlustig ist das. Halleluja!


Wildkräuterstangen

Ein Rezept aus der Schublade – für fremdbestimmte Zeiten wie diese. Und längst versprochen noch dazu. Ich habe diese Stangen für meine ArbeitskollegInnen gebacken, als ich mich in den Mutterschutz verabschiedet habe. Jetzt vermissen mich alle noch mehr. Unbedingt vormerken für das nächste Wildkräuterjahr!

Zutaten für etwa 40 Stück

20 Stängel Dost
20 Stängel Quendel
10 Stängel Giersch
5 Stängel Gundelrebe
150 g würziger Bergkäse
300 g Kamutmehl
1 TL Meersalz
1 TL Chilipulver
200 g Magertopfen
200 g kalte Butter

1. Die Kräuter säubern, die Blätter von den Stängeln zupfen und grob hacken.

2. Käse fein reiben.

3. Mehl mit Salz und Chilipulver vermischen. Butter in Stücke schneiden.

4. Topfen, Butterstücke, Käse und Kräuter zum Mehl geben und alles mit dem Knethaken der Küchenmaschine zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig in Frischhaltefolie wickeln und mindestens 2 Stunden kühl stellen.

5. Den Backofen auf 200 °C vorheizen.

6. Teig in vier Teile teilen und zu Rollen formen. Jede Rolle in 10 Stücke schneiden und jedes Stück auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu etwa 20 cm langen, dünnen Stangen formen.

7. Die Wildkräuterstangen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen und im Ofen etwa 12 Minuten goldbraun backen. Vom Blech nehmen und auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

Das Originalrezept wird etwas anders gemacht: Hier werden nur 50 g Käse in den Teig gemischt. Der restliche Käse wird vor dem Backen auf die Stangen gestreut – die Stangen dafür aber vorher noch mit einem verquirlten Eiweiß bestreichen, damit der Käse besser hält.

Nach einem Rezept aus dem Buch Wald- und Wiesen-Kochbuch von Diane Dittmer, erschienen im GU-Verlag.

Sonntag, 30. November 2014

Sauerkraut, die Kleinhäusler-Version


Sauerkraut einmachen, was für eine Kindheitserinnerung! Unmengen an überdimensionalen Weißkrautköpfen (Krauthäupen) in der Speis’, der rustikale Krauthobel und davor die Mama oder die Oma, das gleichmäßige, schabend-schneidende Geräusch beim Drüberhobeln, die riesige weiße Wanne, in die das Kraut dann mit unseren Kinderfüßen eingestampft wurde – ein Heidenspaß! Als Kind war ich zwar nicht der allergrößte Sauerkraut-Fan, aber hin und wieder hat es mir doch sehr gut geschmeckt. Zu Bratwürsteln und Erdäpfelschmarren vor allem, da gehörte (und gehört!) es einfach dazu. Mein Vater hat das Sauerkraut auch öfter mit Topfen, Sauerrahm, geraspelten Karotten und Gewürzen vermischt. Ein Geheimtipp auf Vollkornbrot!

Vor einigen Monaten habe ich in den Untiefen unseres Kleinhäusler-Erdkellers völlig unerwartet einen Gärtopf aus Ton gefunden und mich an das selbst gemachte Sauerkraut aus meiner Kindheit erinnert. So hab ich mich an meinem ersten Sauerkraut versucht. Und jetzt, am ersten Adventsonntag, dem Bratwürstel-Sonntag, an dem ein gutes Sauerkraut unerlässlich ist, bin ich mächtig, mächtig stolz. Es ist tatsächlich gelungen und schmeckt wirklich fein.

Sauerkraut im Gärtopf

1. Weißkrautköpfe vierteln und den Strunk entfernen. Einige große Weißkrautblätter für später aufheben, damit wird das gehobelte Kraut abgedeckt.

2. Das Weißkraut mit einem Krauthobel oder mit Hilfe der Küchenmaschine fein hobeln.

3. Weißkraut abwiegen und 1 % des Gewichts ausrechnen – diese Menge an Salz zugeben (Beispiel: 1 kg Weißkraut wird mit 10 g Salz vermischt). Außerdem kommen noch Kümmel, Lorbeerblatt und Wacholder zum Kraut.

4. Portionsweise wird das Kraut nun in den sauberen Gärtopf gefüllt und mit der Hand oder einem Holzstampfer gestampft, bis der Zellsaft des Krauts austritt (Buttermilch oder Ähnliches zum Starten des Gärprozesses habe ich nicht dazu gegeben).

5. Dann wird das Kraut mit den beiseite gelegten Krautblättern bedeckt und mit den Tongewichten beschwert.

6. Den Gärtopf mit dem Deckel verschließen und die Rille rund um den Deckel mit Wasser füllen – so kann zwar Gas aus dem Inneren des Topfes entweichen, es kommt aber keine Luft zum Kraut.

7. Der Topf bleibt nun eine Woche in der Küche stehen, danach kommt er für etwa 6 Wochen in den Keller oder an einen anderen kühlen Ort. Mein Sauerkraut hatte also insgesamt 7 Wochen Zeit zum Reifen. Fertig!

P.S.: Hier gibt’s eine gute Anleitung auf youtube.

Donnerstag, 27. November 2014

Verwöhn Mi(l)ch, ganz ohne Klischee


Ich bin eine Sammlerin. Aber ich kann echt nix dafür. Meine Mama ist schuld, das hab ich von ihr. Wenn ich vor einem Stapel herausgerissener Seiten aus Zeitungen und Magazinen sitze und Rezepte ausschneide, um sie in einer von unzähligen Mappen zu archivieren, dann schüttelt jeder, der vorbei kommt, milde lächelnd den Kopf – und denkt sich seinen Teil.

Nur meine Mama nicht. Sie setzt sich dazu, blättert, gibt ihre Kommentare ab. Sie versteht mich und diese doch etwas irrationale Leidenschaft, natürlich tut sie das. Schließlich ist es eine Art von Begeisterung, die ich wie beiläufig von Kindesbeinen an von ihr übernommen habe. Lernen am Modell nennt man das. Man könnte auch sagen: Kopieren und Einfügen.

Meine Mutter hat nicht nur Rezepte gesammelt: Da gibt es heute noch diese eine Truhe, bis oben hin voll mit alten burda-Heften, gekauft seit den 1970er-Jahren. Ich liebe es, mich durch die vergilbten Seiten zu blättern, so viel Wunder- und Sonderbares gibt es dabei zu entdecken. Die folgende Werbung beispielsweise, die mich an die aktuelle Marketingstrategie eines bekannten Herstellers von Pflegeprodukten erinnert. In beiden Kampagnen geht es um Selbstwertgefühl, um die Schönheit, die von innen kommt. Der große Unterschied: Das Thema wird heute sehr subtil und mit großer Vorsicht angegangen. Damals hieß es schlicht und einfach: Wir suchen die fröhliche Dicke!


Im Text werden die gängigen Klischees um Dick-Sein und Übergewicht so offen und selbstverständlich formuliert, dass einer modernen Frau von heute die Spucke wegbleibt: Dicke Frauen, ja, sie sind schon undiszipliniert und inkonsequent. Aber hey, doch auch fröhlich, natürlich und selbstironisch! Denen ist klar, dass sie nicht zu den Schönsten gehören, aber wisst ihr was? Da stehen die drüber!

Was wohl die Frauen vor 40 Jahren über diese Botschaft dachten? Und was würde sie heute in unserer Gesellschaft auslösen? Klischees und Vorurteile, die in diese Richtung gehen, existieren schließlich nach wie vor in unseren Köpfen. Sie werden, so kommt mir vor, nur nicht mehr in dieser Deutlichkeit kommuniziert, sondern eher hinter vorgehaltener Hand.

Wo wir bei Binsenweisheiten und Allgemeinplätzen sind: Die Welt ist voll davon, wenn es um unsere Ernährung geht. Kohlenhydrate sind böse. Fett macht fett. Vegetarier und Veganer sind mangelernährt. Die Lebensmittelindustrie will uns vergiften. Wir brauchen Supplemente, um gesund zu bleiben. Cola löst Fleisch auf. Dicke essen mehr als Dünne. Eier sind schlecht für den Cholesterinspiegel. Morgens wie ein Kaiser speisen, dafür abends wie ein Bettelmann. Ach, das könnte stundenlang so weitergehen. Kein Wunder, dass Essen so kompliziert geworden ist.

Ich fange daher einfach einmal an und räume mit einem sehr persönlichen Vorurteil auf: Pflanzenmilch schmeckt ganz ok, aber nicht wirklich gut. Tatsächlich habe ich nämlich eine Milchalternative gefunden, die mich wirklich überzeugt. Ohne Wenn. Ohne Aber. Nämlich: Cashewmilch, selbst gemacht. Sie schmeckt cremig, rein, süßlich. Unaufdringlich. Köstlich! Also: Schublade auf, Pflanzenmilch raus, Schublade zu.


Cashewmilch

Ich war ziemlich geschockt, als ich in einer der letzten biorama-Ausgaben gelesen habe, dass Mandelmilch als Ersatz für Kuhmilch eher ungeeignet ist, und zwar aus ökologischen Gründen. 80 % der weltweiten Mandelernte stammt aus Kalifornien, wo der Anbau sehr wasserintensiv betrieben werden muss. Der Wasserverbrauch pro Mandel (und die Rede ist hier von Stück, nicht von Kilo) beträgt unglaubliche vier Liter! In der Folge habe ich versucht, mich auch über die Auswirkungen der Cashew-Produktion schlau zu machen. Aus ökologischer Sicht scheint die Nuss vertretbar zu sein, allerdings gibt es immer wieder Meldungen hinsichtlich Kinderarbeit und gesundheitlicher Schäden der Erntehelfer. Beim Knacken der Nüsse, das offenbar zum Teil immer noch händisch erfolgt, wird nämlich ein ätzendes Öl freigesetzt, das ohne entsprechende Vorsichtsmaßnahmen zu Hautverletzungen führt. Fair gehandelte Cashews sind hier einen Schritt voraus: Die Bauern müssen Schutzkleidung tragen und werden im Umgang mit den Früchten speziell geschult. Daten und Fakten zur Produktion von Cashewkernen sind bei mir übrigens herzlich willkommen!

Zutaten für etwa 800 ml

150 g Cashewkerne
2 entsteinte Datteln
750 ml Wasser
1 Messerspitze gemahlene Vanille
1 Prise Salz

1. Cashewkerne und Datteln in eine Schüssel geben, mit Wasser bedecken und über Nacht einweichen.

2. Das Einweichwasser abseihen und Cashewkerne und Datteln mit dem frischen Wasser, Vanille und Salz in einen Mixer geben.

3. Auf höchster Stufe einige Minuten mixen, bis die Milch glatt und cremig ist.

Cashewmilch muss nicht gefiltert werden und ist sofort trinkbereit. Im Kühlschrank hält sie sich mehrere Tage, sie schmeckt jedoch ganz frisch am besten.

Rezeptidee: Healthy Chef.

Montag, 17. November 2014

Heile Welt


In den kostbaren Minuten, Stunden und Tagen nach der Geburt eines Kindes kann man sie noch einmal spüren, die heile Welt. Ein erster, einziger Augenblick genügt und tiefe Liebe entsteht. Man erkennt in diesen Augen, was wirklich wichtig ist im Leben: Achtsamkeit, Zuneigung, Geborgenheit, Stille. Mehr braucht es nicht. Völlig unwichtig wird es da, was man hat und wer man ist. Alles, was zählt: Wir, du und ich. Ach, ließe sich dieses zarte und zugleich so starke Gefühl doch etwas länger bewahren …

Das Minimädel hat einen Bruder bekommen. Wir sind unendlich glücklich und dankbar und fühlen uns reich beschenkt. Zur Feier dieser wunderbaren Zeit:


Freudenkekse nach Hildegard von Bingen

Das Minimädel liebt sie, diese süßen, buttrigen, knusprigen, nach Honig duftenden Kekse. Ohne Zierrat, einfach, ganz pur, stehen sie im Ruf, beruhigend und stimulierend zugleich zu wirken. Ob das nun stimmt oder nicht: Auf jeden Fall machen sie Freude, weil sie so gut schmecken!

Zutaten für 3 Blech

50 g Honig
170 g Butter
100 g brauner Zucker
1 Prise Salz
1 Ei
200 g Dinkelmehl

1. Honig und Butter langsam in einem kleinen Topf schmelzen.

2. Honig und Butter mit den restlichen Zutaten mit dem Mixer zu einem sehr weichen Teig verrühren.

3. Den Teig über Nacht im Kühlschrank rasten und fest werden lassen.

4. Am nächsten Tag den Ofen auf 180 °C vorheizen.

5. Den Teig aus dem Kühlschrank nehmen und halbieren. Eine Hälfte wieder in den Kühlschrank geben (der Teig lässt sich gut gekühlt am besten verarbeiten!), die zweite Hälfte auf einer bemehlten Arbeitsfläche dünn ausrollen (2 – 3 mm). Kreise von etwa 4 – 5 cm Durchmesser ausstechen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen.

6. Die Kekse etwa 10 Minuten backen, dann auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

7. Restlichen Teig genauso verarbeiten.

Das Originalrezept stammt aus dem Buch Rezepte und Geheimnisse aus der Klosterküche von Laurence und Gilles Laurendon, erschienen im AT Verlag. Ich musste das Rezept jedoch ziemlich abwandeln, damit es funktioniert.

P.S.: Vermutlich wird es ein wenig ruhiger werden hier in der nächsten Zeit. Ganz still aber sicher nicht. Ich freu mich, wenn ihr nach wie vor ab und zu vorbei schaut!