Donnerstag, 28. Dezember 2017

New Year, new You


2018 wird vieles anders, vieles neu. Die Arbeitswelt erwartet mich bereits mit offenen Armen (wo ist bloß die Zeit geblieben!?), Kinder, Haus und Hund werden in diesem Jahr meinem Mann überlassen sein. Prioritäten werden sich verschieben, Gewohnheiten müssen aufgegeben, Festgefahrenes muss neu durchdacht werden.

Aber vieles, so hoffe ich, wird beim Alten bleiben. So wie die Begeisterung für gutes, hochwertiges, satt und glücklich machendes Essen und der Wunsch, diese Begeisterung weiterzutragen, hinein in meine kleine Familie, hinaus zu allen, die sich davon angesprochen fühlen.   



Und hey, wer könnte außerdem noch auf diese wunderbaren kulinarischen Zusammenkünfte verzichten, wie die der Rettungstruppe oder der Genussmannschaft in rot - weiß - rot? Ich nicht mehr!

Kurz vor Silvester haben wir (Danke Sina und Susi!) noch einmal einige Inspirationen aus dem österreichischen Küchenkastl für euch zusammengetragen: Glück zum Essen! Denn: Wie der Anfang, so das Ganze…


Neujahrsradl

Auch heuer wieder gibt es bei mir traditionelles Gebäck zu Silvester. Nach dem Neujahrsstern vom letzten Jahr darf heuer ein sogenanntes Neujahrsradl auf meinen Tisch. Dieses achtspeichige Wirbelrad zählt zu den Spiralgebäcken. Es verkörpert die Sonne und gilt als Symbol für Wärme, Licht und Fruchtbarkeit und das ewige, unendliche Leben. Einst wurde ihm eine schützende Kraft zugeschrieben – es sollte Unheil fernhalten und ein gesundes, langes und glückliches Leben bescheren.
Beim Teig habe ich mich für eine Rezeptur von Katharina entschieden – Vorteig und Mehlkochstück machen das Gebäck wunderbar weich und saftig. Dabei habe ich mir einige kleine Änderungen wie einen geringen Vollkornanteil und eine Reduktion der Salzmenge erlaubt.

Zutaten für 2 kleine oder 1 großes Neujahrsradl

Für den Vorteig
1 g frische Hefe
100 g Vollmilch
50 g glattes Weizenmehl
50 g Dinkel-Vollkornmehl

Für das Mehlkochstück
25 g glattes Weizenmehl
125 g Vollmilch

Für den Hauptteig
Vorteig
Mehlkochstück
80 g Vollmilch
75 g Butter
5 g Gerstenmalzextrakt
20 g Zucker
4 g frische Hefe
375 g glattes Weizenmehl
5 g Salz

Zum Bestreichen
1 Ei
1 Prise Salz
1 Prise Zucker

Zum Bestreuen (optional)
Staubzucker

1. Am Vortag den Vorteig herstellen: Die Hefe in der Milch auflösen, dann die beiden Mehle zugeben und alles gut vermischen. Abdecken und 1 – 2 Stunden bei Zimmertemperatur anspringen lassen. Danach für 18 – 24 Stunden in den Kühlschrank stellen.

2. Auch das Mehlkochstück am Vortag zubereiten: Mehl und Milch in einen kleinen Topf geben und mit dem Schneebesen glattrühren. Unter ständigem Rühren erhitzen, bis die Masse eindickt. Abkühlen lassen, abdecken und ebenfalls für 18 – 24 Stunden in den Kühlschrank stellen.

3. Am Backtag den Vorteig, das Mehlkochstück, Milch und Butter auf Raumtemperatur bringen.

4. Alle Zutaten bis auf die Butter in die Rührschüssel der Küchenmaschine geben und mit dem Knethaken 10 Minuten auf niedriger Stufe kneten. Dann die weiche Butter in Stückchen zugeben und den Teig weitere 5 – 10 Minuten zu einem geschmeidigen und glatten Teig verkneten. Abdecken und bei Raumtemperatur 60 – 90 Minuten gehen lassen, bis er sein Volumen merklich vergrößert hat.

5. Teig kurz durchkneten, dann in vier (für ein Neujahrsradl) oder acht (für zwei) Portionen teilen. Die Teiglinge rund schleifen und unter einem Küchentuch 10 Minuten entspannen lassen.

6. Blech(e) mit Backpapier auslegen.

7. Die Teiglinge zu Strängen von 50 bzw. 60 cm ausrollen, dabei die Enden spitz zulaufen lassen. Nacheinander auf das Backpapier legen und die Enden ein Stück weit gegengleich schneckenförmig einrollen. Pro Neujahrsradl werden vier Stränge verwendet, diese werden wie acht Speichen eines Rades angeordnet.

8. Die Zutaten für die Eistreiche verquirlen. Neujahrsradl damit einstreichen.

9. Abdecken (zum Beispiel eine große Schüssel darüber stülpen oder das Blech in einen Plastiksack geben, den man soweit aufbläst, dass er das Gebäck nicht berührt, und dann verschließt) oder zumindest vor Zugluft schützen und etwa 45 Minuten gehen lassen.

10. Das Backrohr auf 190 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.

11. Das Gebäck kurz vor dem Backen nochmals einstreichen und in 20 – 25 (für die zwei kleineren) bzw. 25 – 35 Minuten (für das größere) goldgelb backen.

12. Auf einem Kuchengitter abkühlen lassen oder schon lauwarm genießen.

Tipp: Das Neujahrsradl sieht auch unter einer dicken Staubzuckerschicht zum Anbeißen aus. Dann braucht es keine Eistreiche.

Tipp: Das Radl noch lauwarm in einem Plastiksackerl einfrieren. Bei Bedarf über Nacht im Sackerl auftauen und morgens 10 Minuten bei 200 °C aufbacken – schmeckt wie frisch gebacken!

Und außerdem noch am Silvesterbuffet:

Sina, die giftige Blonde mit einem Haselnusseis mit Eierlikör und Schokolade
Susi von Prostmahlzeit serviert eine Gulaschsuppe
Bei Christina von the Apricotlady gibt's einen Partysalat
Verena von Verena kocht bringt uns traditionelle Schweinshaxerl mit
Michaela von Genussatelier Lang hat Glücksbringer aus Germteig
Friederike von Fliederbaum hat Krenkekse aufs Silvesterbuffet gestellt.


Zu Neujahr

Will das Glück nach seinem Sinn
dir was Gutes schenken,
sage Dank und nimm es hin
ohne viel Bedenken.

Jede Gabe sei begrüßt,
doch vor allen Dingen:
Das, worum du dich bemühst,
möge dir gelingen.

Wilhelm Busch

Viel Glück im neuen Jahr – und ganz viel Sonne im Herzen …

Kommentare:

  1. Dein Neujahrsradl sieht toll aus und innen so flaumig *.*

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  2. Die Form von dem Neujahrsradl ist ja mal was ganz anderes, das schaut echt zum Anbeissen aus!

    Dir wünsche ich dass dein "neues" Leben genauso schön wird wie das bisherige daheim bei den Kinders!

    lg. Sina

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  3. Deine Brauchtumsgebäcke gefallen mir alle wahnsinnig gut, besonders dieses vom Brühstück bis zur Form!!
    Für dein neues Leben wünsche ich dir alles Gute, viel Freude und Kraft!
    lg

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  4. Irgend so ein Gebäck werde ich hoffentlich zusammenbringen für Neujahr! Dein 2018 klingt wie eine schöne Herausforderung - ich wünsche dir viel Glück dazu. Liebe Grüße von Ilse

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  5. Du bist aber echt emsig, dass du dich schon ins Arbeitsleben schmeißt. Hättest du nicht eher ein Jahr Kuraufenthalt zur Erholung verdient? Ich stell mir das ziemlich heftig vor, mit drei kleinen Kindern, Hund und Haus. Aber ich bin sicher, du machst das!
    Wie du ja auch immer wieder mit dabei bist bei unseren kulinarischen Aktionen. Das freut mich immer wieder, weil ich eben weiß, was du alles um die Ohren hast.

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  6. Alles Liebe❤ und viel Kraft💪 für die bevorstehenden Herausforderungen!
    Schreib weiterhin so tolle Beiträge und nimm dir regelmässig eine Auszeit😎
    ......wenn du mich dann noch mitnimmst.....ich hätte da schon ein paar Ideen 😙 Prosit 2018🍾

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