Freitag, 19. April 2019

Bienenklang


Es gibt im Yoga eine Übung, die ich besonders gerne mag: Bhramari, das Bienensummen. Auf ruhiges, tiefes Einatmen folgt langes, gesummtes Ausatmen. Dieses Summen lässt mit der Zeit den ganzen Körper vibrieren und pulsieren und ist vor allem in einer größeren Runde eine wahre Freude, denn jeder summt in seinem eigenen Rhythmus, in seiner eigenen Klangfarbe und Lautstärke – und irgendwann sitzt man plötzlich in einem sirrenden Bienenkobel, ist für sich und doch auch nicht. Dann gehen in mir viele Lichter an. Es ist einfach schön.
Dienstag, 16. April 2019

Grüner Gaumen


Glücklich,
wenn es nach
grünem Gras
riecht.

Monika Minder

Mit dem Gründonnerstag endet die 40-tägige Fastenzeit vor den Osterfeiertagen und traditionell werden an diesem Tag grüne Speisen aufgetischt, die vom Erwachen der Natur erzählen, von Neuanfang und Hoffnung, von Gesundheit und Stärke.

Samstag, 13. April 2019

Das Model und ich


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Maaamaaa… meine Hände tun schon voll weh …

     Einen kleinen Moment noch! Ich habs gleich! [Klick]

Arghhh … Irx … Hilf mir …. Ich hab Mehl in den Augeeen!!!

     Stillhalten, ich krieg nur verwackelte Bilder! [Klick] [Klick] [Klick]

MMMMAAAAMMMMAAAA!!!

     Na super, jetzt liegt das Brot im Gras …

Sieht ja eh keiner auf dem Bild.

     Stimmt.

Sonntag, 7. April 2019

Es ist schon wieder passiert


Mein Vater, der Ausprobierer, hat es schon wieder getan: etwas ausprobiert. Er hat die Birke hinterm Haus angebohrt, um ihr etwas von ihrem Lebensquell, dem Birkenwasser, abzuzapfen. Er hat nämlich gehört, Birkenwasser sei äußerst gesund und ideal für eine kleine Frühjahrskur, um die Lebensgeister nach dem Winterschlaf sanft zu wecken. Jetzt muss er ständig aufs Klo.

Donnerstag, 28. März 2019

Im Auge des Betrachters


Jedes Jahr das gleiche Schauspiel: Erst stellt sie sich schlafend, die Natur, wie ein kleines, verspieltes Kind. Doch wer genau hinschaut, der sieht sie frech blinzeln aus ihrem Winterversteck. Und plötzlich macht es BÄM – und der grüngewordene Wahnsinn bricht aus. Überall kleine Pflänzlein, die aus dem Boden spitzen, Blüten, die sich öffnen über Nacht, Bäume, die ihre Blätter treiben, als wäre der Leibhaftige hinter ihnen her. Giersch, Löwenzahn und Brennnessel sind da, es blühen Lungenkraut, Leberblümchen, Schlüsselblumen und Veilchen, Buschwindröschen und Gänseblümchen sowieso. Die Natur explodiert.

Samstag, 23. März 2019

Selbst gekocht!


Gerade als ich die Kinder rufen wollte, um mit ihnen zu Mittag zu essen, kam der kleine Mann angerannt und sagte fröhlich:

Ich hab dir doch noch gar nicht gesagt, was ich heute zum Essen haben will!

Ähm … Naja … Ich glaub, dafür ist es jetzt eh schon zu spät, hm? Was hättest du dir denn gewünscht?

Sonntag, 17. März 2019

#wirrettenwaszurettenist: Muffins & Cupcakes zum fünften Geburtstag!


Irgendwo, irgendwann hab ich mal die Begründung aufgeschnappt, warum die Zeit umso rascher vergeht, je älter man wird: Das hat mit dem Stoffwechsel zu tun, der immer träger arbeitet – und wenn das Innere sich verlangsamt, nimmt das Äußere – gefühlt – an Fahrt auf. Deshalb lassen sich auch Fliegen mit ihrem äußerst rasanten Stoffwechsel so schwer erwischen – die Hand die auf sie niederschlägt, kommt für die kleinen Viecher nämlich im Schneckentempo daher. Alle Zeit der Welt also, um, ha!, die Fliege zu machen. Derselbe Mechanismus, nur eben umgekehrt. Oder so.