Mittwoch, 10. Juli 2013

Mein Name ist Annika


Das Minimädel hat eine neue Heldin: Pippi Langstrumpf. Die ist einfach nur super, weil so stark und lustig und schlau und außerdem hat sie ein Äffchen und ein Pferd, was ja für sich genommen schon Grund genug ist, so sein zu wollen wie sie.
Darum rennt das Minimädel neuerdings durchs Haus, schreit „Goi, i bin die Pippi!“ und stemmt Besenstiele mit einem Gesichtsausdruck, als befände sich darauf die versammelte Mannschaft der Hoppetosse. Manchmal geht sie auch ziemlich steif durch die Gegend, dann sitzt gerade Herr Nilsson auf ihrer Schulter. Und der Kleine Onkel, das ist ihr Schaukelpferd, das derzeit ganz grundsätzlich nur verkehrt herum geritten wird.

Wenn ich sie dann in einem unkonzentrierten Moment aus Versehen mit ihrem richtigen Namen anspreche, schallt mir ein komplett empörtes „Ich bin die Pippi!!!!“ entgegen, gefolgt von einem (schon etwas milderen) „Und du bist die Annika, goi?“ Dann geht sie noch auf die Suche nach dem Tommy, stellt auch bei ihm die Situation und die damit verbundenen Rechte und Pflichten klar und schon sitzen wir drei eng aneinander gequetscht auf einem Hocker und starren mit vielen Ahs und Ohs den Boden an (wir fahren im Ballon durch die Gegend, ist doch klar).

Interessanterweise spielt Pippi auch bei Tisch eine Rolle: Plötzlich macht alles stark und gesund (obwohl ich beim Essen ganz bewusst auf solche Argumente verzichte) und überhaupt:

„Wenn es was Gutes gibt, muss man sich ranhalten, sonst kommt man zu kurz!“

Bleib so voller Leben, meine kleine Pippi! Und mach dir deine Welt, wie sie dir gefällt J.


Erdbeerfleck

Ich mag Kombinationen aus wild & zahm. Die Aromen sind meist ähnlich genug, um eine geschmackliche Verbindung herstellen zu können, im Detail aber trotzdem so verschieden, dass ihr Zusammenspiel spannend und reizvoll ist.
Wald- und Kulturerdbeeren ergänzen sich bei diesem Kuchen ganz wunderbar: Die einen hoch aromatisch, die anderen lieblich und zart. Das Rezept stammt aus einem meiner liebsten und am häufigsten gebrauchten Kochbücher: „Süße Schmankerln aus Oberösterreich“ von Helmut Obermayr, erschienen im Landesverlag.

Zutaten für ein kleines Blech

1 Tasse Erdbeeren (500 g) und ein kleines Schüsselchen Walderdbeeren
5 Eier
1 Prise Salz
130 g Zucker
1 EL Vanillezucker
etwas abgeriebene Zitronenschale
130 g glattes Mehl
1 Packung Blätterteig
Kristallzucker zum Bestreuen
Staubzucker zum Bestreuen

1. Das Backblech mit Backpapier auslegen und beiseite stellen.

2. Die Erdbeeren waschen und säubern, die Kulturerdbeeren halbieren.

3. Backrohr auf 190 °C vorheizen.

4. Die Eier trennen.

5. Eiklar mit einer Prise Salz steif schlagen, Zucker, Vanillezucker und Zitronenschale einrieseln lassen und weiter schlagen, bis der Schaum stabile Spitzen bildet.

6. Die Eidotter einzeln unterrühren.

7. Zum Schluss noch vorsichtig das Mehl unterheben.

8. Das Backblech mit dem Blätterteig auslegen und den Biskuitteig darauf verteilen. Glatt streichen.

9. Den Teig zuerst mit den Erdbeeren (Schnittfläche nach unten) belegen und dann noch die Walderdbeeren darauf verteilen.

10. Alles noch leicht mit Kristallzucker bestreuen.

11. In etwa 30 Minuten goldbraun backen. Mmh, dieser Duft …

12. Auf dem Blech erkalten lassen, mit Staubzucker bestreuen und portionieren.

Kommentare:

  1. Ich kanns bis hierher riechen!

    Ich überleg ob das auch mit Ribiseln geht, die hätt ich nämlich da!

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    1. JA SICHER!!!Mmh, jetzt riech ich deine Ribiseln ;-)))

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    2. Leider ist es nur ein normaler Ribiselkuchen geworden, der Rest der Familie wollte keine Experimente :-(
      Aber irgendwann probiere ich das aus!

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    3. Jaja, was der Bauer nicht kennt ... ;-)

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  2. was für eine tolle Geschichte!!! :) Pippi, die wahre Heldin unserer Kindheit - und auch wenn man schon groß ist, kann man sie noch toll finden!
    Ist doch immer wieder schön, wenn Kinder noch mit solchen Helden aufwachsen und nicht mit dem neumodernen Zeug :)

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  3. Guten Morgen,

    hab's gerade entdeckt deinen Flecken-Kuchen - sieht super aus!
    du hast sogar Walderdbeeren reingegeben - yummy yummy!

    LG Netzchen

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  4. Deine Tochter hat ein schönes Leben mit dir, kommt mir vor! Ich seh euch gerade vor mir, wie ihr mit dem Ballon durch die Gegend fliegt. ;)

    Die Kombination aus wilden und gezähmten Erdbeeren ist toll. Einmal hab ich den Fehler gemacht, Marmelade nur aus Walderdbeeren zu machen - wir hatten soooo viele gefunden, dass ich tatsächlich einen Kilo einkochen konnte. Die Marmelade war kaum zu essen, so erschlagen haben uns die vielen Aromen. Da wäre eine Kombination eindeutig die bessere Wahl gewesen.

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  5. Stimmt Michaela, Pippi ist weit besser als die ganzen kriegerischen Figürchen aus Fernost - und ich schau sie selbst auch noch immer total gern :-)

    Danke Netzchen - die Walderdbeeren waren das i-Tüpfelchen!

    Das hoffe ich, liebe Turbohausfrau :-)
    Das kann ich mir gut vorstellen, das mit der Walderdbeer-Marmelade ... wenn ich bedenke, wie es beim Backen meines Kuchens geduftet hat - von bloß einer Handvoll der kleinen Früchte!

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