Donnerstag, 6. Januar 2022

Fröhliches neues Jahr!


Das Jahr ist rum, es ist 2022. Ich hoffe, ihr seid am Silvesterabend nicht auch schon um halb 11 zu einem eurer Sprösslinge unter die Bettdecke geschlüpft so wie ich (Oder hoffe ich es doch? Es war zu schön …), sondern habt gefeiert, so wie es sich gehört! Habt das neue Jahr gut gelaunt zu euch gerufen, es willkommen geheißen, ganz ohne Abstand, dafür mit Küssen und festen Umarmungen und der Hoffnung im Herzen, es möge ein gutes werden. Ein gutes neues Jahr. Habt ihr? Gut … Ich kann mich schließlich nicht um alles kümmern.

Gerade eben waren die Sternsinger vorm Haus und haben artig gesungen – was mich daran erinnert hat, dass da doch irgendwo noch ein Rezept wartet für einen Dreikönigskuchen, wie er in Spanien (Roscón de Reyes) oder Frankreich (Gâteau / Brioche des Rois) gerne gebacken wird. Anders als der Schweizer Dreikönigskuchen, den ich euch schon in zwei Varianten vorgestellt habe (hier und hier), wird dieser Kuchen in der Form eines Ringes gebacken und mit kandierten Früchten verziert. Eine Königskrone mit Edelsteinen bestückt – als edle Gabe an euch.


Meine lieben Begleiterinnen und Begleiter … Von Herzen wünsche ich euch ein wahrhaft königliches Jahr 2022 – mit vielen Momenten und Begegnungen, die euch mit Leben und Lebendigkeit füllen!



Roscón de Reyes / Brioche des Rois


In Spanien ist es Brauch, dass im Roscón zwei Dinge versteckt werden: Ein kleines Königsfigürchen aus Porzellan und eine trockene Bohne. Derjenige, der die Bohne in seinem Stück findet, muss den Kuchen für alle bezahlen. Wer aber das Stück mit der Figur erwischt, darf sich eine Papierkrone aufsetzen und König sein für einen Tag.
Ich habe meinen Dreikönigskuchen nach einem Rezept von Christophe Felder gebacken. Im Nachhinein war ich nicht ganz zufrieden damit, da der Teig sehr schwer, grobporig und schnell trocken war. Das soll euch aber nicht davon abhalten, ihn nachzubacken – denn auch, wenn der Roscón meiner Träume ein wenig anders schmeckt: Vielleicht gehört er ja genau so?


Zutaten für einen Brioche des Rois

Für den Teig
15 g frische Hefe
2 EL warme Milch
250 g Mehl
25 g Staubzucker
2 Eier
½ TL Salz
abgeriebene Schale einer kleinen Bio-Zitrone
abgeriebene Schale einer Bio-Orange
2 TL Orangenblütenwasser
1 EL Rum
125 g weiche Butter

Zum Einstreichen
1 Dotter
15 g Milch

Zum Verzieren
Hagelzucker
Mandelblättchen
kandierte Kirschen
kandierte Orangenschale
Kristallzucker

Außerdem
Porzellanfigur, trockene Bohne, Mandelkern, etc.

1. In der Schüssel der Küchenmaschine Hefe, warme Milch und 40 g Mehl miteinander vermischen und etwa 5 Minuten ruhen lassen. Das restliche Mehl darüber schütten und die Schüssel mit einem feuchten Tuch abdecken. 45 Minuten bei Raumtemperatur gehen lassen.

2. Staubzucker, Eier und Salz zugeben und mit dem Knethaken etwa 10 Minuten auf mittlerer Stufe kneten, bis der Teig glatt und homogen ist.

3. Nun kommen noch Zitronen- und Orangenschale, Orangenblütenwasser, Rum und weiche Butter hinzu. Weitere 10 – 15 Minuten kneten, bis sich der Teig gut von der Rührschüssel löst. Abdecken und etwa 1 Stunde bei Raumtemperatur rasten lassen.

4. Dann kommt der Teig für etwa 1 Stunde in den Kühlschrank. Das ist wichtig, damit er die richtige Konsistenz zum Formen bekommt (ansonsten wäre er zu weich).

5. Den Teig aus dem Kühlschrank nehmen und auf die leicht bemehlte Arbeitsfläche geben. Zu einer runden Kugel wirken, diese etwas flach drücken, dann von oben und unten einschlagen und zu einem Strang von etwa 3 cm Durchmesser ausrollen. Wer möchte, arbeitet an dieser Stelle einen Glücksbringer (Bohne, etc.) ein.

6. Den Strang auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech zu einem Ring formen, dabei ein Schüsserl oder einen kleinen Topf zu Hilfe nehmen. Abdecken und etwa 1 Stunde gehen lassen.

7. In der Zwischenzeit den Ofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.

8. Dotter mit Milch gut verrühren und den Ring damit gründlich einstreichen. Großzügig mit Hagelzucker bestreuen und am unteren äußeren Rand Mandelblättchen aufbringen. Zum Schluss habe ich die Oberseite noch mit einer Küchenschere zickzack-förmig eingeschnitten.

9. Den Kuchen im vorgeheizten Rohr etwa 25 Minuten backen.

10. Aus dem Ofen nehmen und auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen.

11. Zum Verzieren die Hälfte der kandierten Kirschen in grobem Kristallzucker wälzen. Die Orangenschale in gefällige Stücke schneiden. Den Kranz mit den kandierten Früchten belegen.

TIPP: Der Brioche des Rois sieht bestimmt in einer Mini-Version auch superhübsch aus. Dafür würde ich aus der angegebenen Teigmenge 4 – 6 kleine Kuchen backen.



6 Kommentare:

  1. Der ist ja wunderschön dekoriert!
    Dir auch ein glückliches, gesundes 2022 mit einer Menge positiver Überraschungen!

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  2. Ausnahmsweise oute ich mich als stockkonservativ und bleibe bei der Schweizer Variante. ;-)
    Euch auch alles Gute und möge 2022 ein besseres Jahr werden, als seine zwei Vorgänger. (Nie die Hoffnung verlieren, ist meine Devise).

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  3. Liebe Maria,
    so viele wunderschöne Wünsche für dieses neue Jahr, hab vielen herzlichen Dank dafür. Und eine dicke Umarmung für dich von mir, ich wünsche dir ebenfalls alles Gute und Gesundheit für dich und deiner Familie. Dein königlicher Kuchen macht direkt Appetit aufs Backen, obwohl, lieber würde ich mir direkt eine dicke Scheibe davon abschneiden, er sieht so fröhlich und appetitlich aus.
    Liebe Grüße
    Sigrid

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  4. Liebe Maria, die Krone schaut echt toll aus! Viele gute Wünsch für das neue Jahr!

    Und ja, ich hab gefeiert: geimpft und frisch getestet und das neue Jahr mit viel Käse überbacken. Irgendwie geht mir das alles bis auf den Käse schon ziemlich auf die Nerven, aber hilft ja nix.

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  5. Liebe Maria,
    ach, ich finde es doch auch so schön gemeinsam mit den Kindern ins neue Jahr zu schlafen als sich verkrampft wach halten zu müssen und das neue Jahr müde zu beginnen ;-)
    Ich wünsche dir das Beste für 2022 und bin gespannt auf jeden deiner Beiträge! Herzlich, Hannah

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  6. SO SCHÖN, DASS IHR ALLE DA SEID, MEINE LIEBEN ♥♥♥

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