Freitag, 29. Januar 2021

Veganuary – Tage 18 bis 24


Montag, 18. Jänner 2021


Morgens schwarzer Kaffee, etwas später Porridge (mit Hafermilch zubereitet) mit Äpfeln und Haselnüssen.

Zum Mittagessen das geniale Familiengericht Pizza: Diesmal probiere ich einen anderen Teig aus, nämlich den hier von Sandra. Die Pizzen gelingen super, meine ist mit reichlich Gemüse und nach dem Backen mit frischem Rucola belegt. Danach noch etwas Kirschenkompott.

Nachmittags verbacke ich den zuvor angesetzten Germteig und mache Briochekipferl daraus. Der Teig ist eine Variante vom Dreikönigskuchen, den ihr schon kennt, nur etwas feiner mit weißem Mehl. Auch dieser lässt sich wunderbar verarbeiten, die Kipferl gehen schön auf und bekommen eine appetitlich goldbraune Farbe beim Backen. Das Rezept dazu notiere ich euch noch (ebenso wie das von der Pizza!). Ein Briochekipferl wird sofort verkostet, dazu trinke ich ein halbes Glas kalte Cashewmilch. Sie schmeckt relativ neutral und ganz gut, hat aber einen leichten, irgendwie unangenehmen (seifigen?) Nachgeschmack, von dem ich – auch nach dem Studium der Zutatenliste, die ganz ok aussieht – nicht weiß, woher er kommt.

Zum Abendessen gibt es heute eine einfache Brokkoli-Kartoffel-Suppe. Hab ich schon einmal erwähnt, dass ich Suppen liebe?

Heute startet die Eintragungswoche zum Tierschutzvolksbegehren. Ich habe es schon in der Unterstützungsphase unterschrieben und bin gespannt, was die letzten Meter bis zum Ziel noch bringen… Während ich so nachdenke, schließe ich den Tag mit Schokolade ab, einer weißen mit gerösteten Mandeln. Als ich mit Nachdenken fertig bin, ist die ganze Tafel weg (!?). Ich tröste mich damit, dass es eh nur eine 80 Gramm-Tafel war … Upsiiii.

Dienstag, 19. Jänner 2021

Heute morgen gibt meine geliebte Kaffeemaschine ihren Geist auf. Heul!

Ich trinke daher erst etwas später im Büro meinen Kaffee, dann einen zweiten, dazu ein Briochekipferl (immer noch hervorragend!).

Zu Mittag genieße ich eine Türkische Linsen-Bulgur-Suppe, die ich gestern Abend noch vorgekocht habe. So. So. Gut. Das Rezept findet ihr unten! Dazu gibt es Brot.

Nachmittags eine Banane. Ich glaub, die machen wirklich glücklich.

Als ich abends nachhause komme, hat der Rest der Familie schon gegessen. Ich streiche Bruschetta auf ein paar Scheiben Weißbrot, überbacke sie im Ofen, bis sie knusprig sind, dann kommt noch frischer Rucola obenauf. Herrlich! Dazu snacke ich ein paar Karotten.

Zur abendlichen Tiefenentspannung am Sofa gesellt sich ein Kakaobetthupferl: 100 ml Mandelmilch mische ich mit derselben Menge Kokosdrink, dazu kommen 2 TL Kakaopulver, etwas gemahlene Vanille und 1 TL Zucker. Alles in einem kleinen Topf glattrühren und auf die gewünschte Temperatur erhitzen.


Mittwoch, 20. Jänner 2021


Der Kaffee aus der Espressokanne schmeckt auch, aber nicht so (gut) wie gewohnt.

Vormittags eine Orange.

Mittags gibt es heute Pasta mit Gemüsesugo (rote Zwiebel, Knoblauch, Tomatenwürfel, geraspelte Karotten, Zucchini, Mangold), dazu Salat (Chinakohl und Rucola). Mehr brauch ich nicht, Pasta geht in vegan so easy! Zum Drüberstreuen mache ich Knoblauch-Fenchel-Brösel: Wenn man so will statt Parmesan, aber weil mir Parmesan bei den Nudelgerichten eigentlich wirklich nicht fehlt, nicht als Ersatz, sondern als aromatisches Extra. Bei Tim Mälzer habe ich diese gewürzten Brösel entdeckt. Zubereitet werden sie so: Ich zerbrösle etwas altbackenes Brot (was halt so da ist) nicht zu fein und röste es gemeinsam mit ein paar zermörserten Fenchelsamen in etwas Olivenöl knusprig an. Dann kommt noch etwas Knoblauch dazu, mmmhhh….
Weil ich noch Lust auf einen Nachtisch habe, schnappe ich mir einen Becher Kokosjoghurt und schlage ihn einige Minuten lang mit dem Mixer auf. Das Joghurt wird dadurch dicker (ähnlich, wie wenn man Kokossahne aufschlägt) und wunderbar cremig. Dann kommt noch etwas Zucker und Sahnesteif dazu (es ginge auch ohne), Tiefkühlbeeren darüber, fertig. Ich komme mir vor wie in einem Vegan Food Laboratory, es ist tatsächlich eine spannende Entdeckungsreise, das alles hier.

Nachmittags gibt’s schwarzen Apfel und einen Kaffee. Nö. Umgekehrt.

Am Abend geht die Entdeckungsreise weiter. Weil Rucola da ist und Tomaten vom Biokistl und da dieser Mozzarella aus gekeimtem Vollkornreis im Kühlschrank wartet (mitgenommen bei meiner Erkundungstour durch die vegane Supermarktwelt): Caprese. Ich finde es ja lustig, dass dieser vegane Mozzarella tatsächlich aus Italien stammt … Und wie hübsch der aussieht am Teller! Geschmacklich finde ich ihn durchaus angenehm, wenn auch ungewohnt, allein die Konsistenz ist nicht optimal. Mir fällt auf, dass ich bei veganem Käse wider Erwarten mit dem Geschmack ganz gut zurechtkomme – mit der Konsistenz aber in den meisten Fällen weniger.

Heute läuft Dok1 zum Thema Superfoods. Gedanklich reise ich zurück in meine Studienzeit und sehe mich dort sitzen, in den Hörsaalreihen des Pharmaziezentrums … waren das Zeiten. Prof. König, Vorstand des Departments für Ernährungswissenschaften, wird dort interviewt und ich finde seine Aussage gut, dass es keine kulinarischen Wunderdinger gibt, die alles können, machen und heilen. Eine gute Ernährung soll vielfältig und ausgewogen sein – und sich nicht auf einzelne Überflieger konzentrieren. Dem stimme ich zu, gleichzeitig beschleicht mich aber im Laufe der Sendung das Gefühl, dass es ganz grundsätzlich schwierig ist, beim Essen alles richtig zu machen – jedes Lebensmittel, so scheint es, hat seine Schattenseiten. Dafür freue ich mich, dass Chia-Samen mittlerweile auch in Österreich angebaut werden. Love that stuff.

Donnerstag, 21. Jänner 2021

Morgenstress – nur schnell ein Glas warmes Wasser, dann alles einpacken: Mund-Nasen-Schutz, Jause, Rucksäcke, Schultasche, Skihosen, Arbeitstasche, Geldbörsel, Handy, Kinder. Am Weg zur Arbeit fällt mir ein, dass ich genau meine Jause in der Küche hab stehen lassen. Geh bitte … Also noch schnell was Einkaufen für Mittag.

Vormittags nasche ich die letzten Energy balls und trinke einen Kaffee.

Mittags Hummus, Kirschtomaten, frisches Brot. Nicht die schlechteste Wahl!

Am Nachmittag eine Banane.

Und abends dann wärme ich mir die Türkische Linsen-Bulgur-Suppe auf, die ich mir eigentlich ins Büro mitnehmen wollte. Dazu gibt es Brot.
Als Nachtisch schichte ich Kokostapioka (schon vorgestern gekocht) gemeinsam mit pürierter Mango in ein Glas, darauf kommt ein großer Löffel Kokosjoghurtcreme (die von gestern) und ein paar Kokoschips. Grandios! Rezept folgt!


Freitag, 22. Jänner 2021


Morgens zwei Mal Kaffee schwarz, dazu ein Briochekipferl (tiefgekühlt und aufgetaut).

Am Vormittag snacke ich eine Banane, Cashewkerne und Cranberries.

Zum Mittagessen Aufstrich-Brote, dazu Gurkenscheiben und Paprikastücke. Was für ein Aufstrich, fragt ihr euch? Vegane Leberwurst, ha! (Sie heißt tatsächlich so.) Aus dem Glas, auf der Basis von weißen Bohnen, bio. Und richtig gut, so was von mein Geschmack.

Derart viel gegessen, dass ich am Nachmittag gar nichts brauche.

Zum Abendessen steht schon Gemüsestrudel bereit, als ich nachhause komme, so lieb, oder? Mein Mann hat gekochte Kartoffeln, Karotten, Erbsen und Zucchini gemeinsam mit Gewürzen und dem Greek White von Violife in Blätterteig eingepackt und gebacken. Merke: Veganer Feta sieht vielleicht aus wie Feta, aber beim Backen verhält er sich ein wenig, äh, anders. Weil er relativ viel Öl enthält, ist er beim Backen nämlich ziemlich zerronnen, aber hey, ganz egal. Der Strudel ist so richtig, richtig gut ♥.
Als Nachtisch richte ich Obstsalat für alle her, aus der heiligen Dreifaltigkeit der Obstwelt meiner Kinder: Apfel, Banane, Orange. Darüber streue ich gehackte Zartbitterschokolade, dann schmeckt es gleich nochmal so gut!

Samstag, 23. Jänner 2021

Morgens gemütlich ein Kaffee, dazu veganes Butterbrot mit Marmelade.

Vormittags etwas Obst (die Mutter als Reste-Esserin, es ist so wahr …) – Birne und Banane.

Zum Mittagessen koche ich Erdäpfelgulasch, das lieben wir alle. Ich schäle und würfle die Kartoffeln, hacke Zwiebel und Knoblauch klein. Zwiebel in etwas Öl glasig anschwitzen, Knoblauch, gemahlenen Kümmel, Majoran, etwas Tomatenmark und nicht zu wenig edelsüßes Paprikapulver sowie die Erdäpfel beifügen und kurz mitrösten. Mit so viel Wasser aufgießen, dass die Kartoffeln knapp bedeckt sind. Aufkochen und zugedeckt bei mittlerer Hitze etwa 20 – 30 Minuten köcheln, bis die Erdäpfel gar sind.
Ich gebe für mich etwas zur Seite und schmecke es mit Salz und ein wenig Essig ab. Das restliche Gulasch binde ich mit einer glatt gerührten Mischung aus Sauerrahm, Mehl und etwas kaltem Wasser.

Mein Mann bekommt einen Rappel (aus heiterem Himmel, passiert hin und wieder) und beschwert sich lautstark über den ganzen veganen Scheiß im Kühlschrank. Dann checkt er, dass ich es gehört habe und lächelt beschwichtigend. Versteh einer die Männer. Ich eher nicht.

Für den Nachmittagskaffee bei meiner Mama backe ich noch schnell Vollkorn-Brownies. Das finde ich super bei veganen Kuchen: Einfach alles zusammenrühren, fertig! Die Brownies sind wunderbar schokoladig und saftig und das Rezept dazu folgt bald.

Zur abendlichen Jause hat meine Mama extra für mich (♥) veganen Aufschnitt gekauft, dazu Weckerl, Tomaten und Gurkerl. Wurstersatz und ich, wir werden zwar keine Freunde werden, aber ich finde das so lieb von ihr, dass es mir richtig gut schmeckt.

Sonntag, 24. Jänner 2021

Morgens Kaffee schwarz, das reicht fürs erste.

Am Vormittag ein bisschen Apfel, ein wenig Karotte.

Mittags mache ich es mir leicht, mein Mann ist nicht da und so gibt es Pommes aus dem Ofen, eine große Schüssel Salat und vegane Mayonnaise zum Dippen. Das Minimädel fragt, ob Pommes vegan sind – und plötzlich sind alle drei Knirpse megastolz, dass sie jetzt auch vegan essen. Ich glaube zwar nicht, dass die Jungs wissen, was das heißt, aber wenn die Mama das macht, dann muss es ja super sein … (momentan bin ich noch ihr Superhero und das genieße ich sehr).

Am Nachmittag gibt es Banane, ein paar Nüsse, Tee. So gemütlich.

Zum Abendessen mache ich mir einen Salat aus allem, was ich so finden kann: Friseesalat, Tomaten, Gurken, Paprika, Karotten – und drüber bröckle ich die zweite Hälfte vom Greek White, den mein Mann für den Gemüsestrudel verwendet hat. Ich bin skeptisch … Aber dann: Wow! Ich bin ganz hin und weg – Geschmack, Konsistenz, alles perfekt, superköstlich – und die Zutatenliste ist auch nicht allzu lang. Volltreffer, echt unerwartet.

Des Nachts ereilt mich noch der Ruf des Zotter – und ich folge ihm: einige Stücke Weiße Krokant Schokolade.


Türkische Linsen-Bulgur-Suppe


Eine unglaublich köstliche und nahrhafte Suppe für kalte Tage – und schnell gemacht noch dazu.

Zutaten für 3 - 4 Portionen

Für die Suppe
100 g rote Linsen
50 g Bulgur
1 große Zwiebel
3 Knoblauchzehen
½ TL gemahlener Kreuzkümmel
2 EL Olivenöl
1 EL Tomatenmark
50 g gewürfelte Tomaten (war ein Rest, den ich mitverkocht habe – optional)
1 EL edelsüßes Paprikapulver
1 Liter Gemüsesuppe
Salz
Pfeffer
Zitronensaft

Zum Anrichten
Olivenöl
frisches Grün 
Chiliflocken

1. Rote Linsen und Bulgur kurz abspülen und abtropfen lassen. Zwiebel und Knoblauch schälen und fein hacken.

2. Kreuzkümmel in einem Topf trocken erhitzen, bis er duftet – dabei stehen bleiben und aufpassen, das geht sehr schnell!

3. Olivenöl, Zwiebel und Knoblauch dazu geben und bei mittlerer Hitze glasig anschwitzen.

4. Tomatenmark, gewürfelte Tomaten und Paprikapulver hinzufügen, kurz mitrösten und dann mit Suppe ablöschen.

5. Linsen und Bulgur zugeben, Deckel schließen und bei geringer Hitze etwa 20 bis 30 Minuten leise köcheln lassen. Mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken.

6. Die Suppe in Tellern anrichten und mit etwas Olivenöl beträufeln. Mit frischem Grün nach Geschmack und Chiliflocken garnieren.

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