Sonntag, 6. September 2020

Nicht spotten über Karotten!


… denn wenn man sich bemüht, sind sie schmackhaft!

Was haben wir über dieses etwa 50 Jahre alte und unglaublich lustige Zeitungsfundstück gelacht! Gut, dass es Menschen wie meine Arbeitskollegin gibt: AufbewahrerInnen, die irgendwann wieder zu SchatzgräberInnen werden und dann Kostbarkeiten zu Tage fördern, die einfach nicht vergessen werden dürfen. So wie diese Rezeptseite.

Da wird zunächst ein wenig über die Karotte geschimpft, als ordinäres, nicht sonderlich wohlschmeckendes Gemüse. Und dann die gute Nachricht: Die geschickte Hausfrau kann selbst daraus, so sie sich auch wirklich bemüht, etwas Fabelhaftes zaubern!

Für eine solch fabelhafte Karottenzauberei braucht es dann aber eh nur eine Geheimzutat, das findet man beim Lesen der Rezeptvorschläge schnell heraus: Fleisch. Der Sieg über die Karotte! Wir haben Karotten durch Fleisch genießbar gemacht! Tadusch!!!



Ähm, gut. Wenn Bemühen so geht, dann lasse ich das jetzt einfach mal weg und mach es mir leicht:

Orientalischer Karottensalat

… also eigentlich: Rüebli-Salat, marokkanisch. Meine liebe und treue Blogleserin Bea ist meinem Eat more rabbit food-Aufruf auf den Fuß gefolgt und hat mir aus der Schweiz einige ihrer liebsten Rüebli-Rezepte geschickt. Das finde ich nicht nur ganz besonders lieb und aufmerksam, sondern dient mir auch als willkommener Anstoß, neue Karottenrezepte auszuprobieren – wie diesen aromatisch gewürzten Salat mit Harissa, Schwarzkümmel und einigem mehr. Nur den Koriander, den muss ich leider weglassen. Ging noch nie und wird sich wohl auch niemals ändern … Danke Bea!

Zutaten für 4 Portionen

450 g Karotten

Für das Dressing
1 Knoblauchzehe
Harissa (Würzpaste aus Chili, Kreuzkümmel, Koriandersamen, Knoblauch, Olivenöl, Salz)
Salz
Pfeffer
Schwarzkümmel (Nigella) gemahlen
Saft von ½ Zitrone
Olivenöl

Zum Anrichten
frische Petersilie (Original: frischer Koriander)

1. Die Karotten waschen, schälen und in Stifte schneiden. In wenig Wasser knapp weich kochen.

2. In der Zwischenzeit Knoblauch hacken und mit Harissa, Salz, Pfeffer, Schwarzkümmel, Zitronensaft und Olivenöl zu einer würzigen Sauce vermischen.

3. Karottenstifte abseihen und noch warm mit der Sauce vermischen. Durchziehen lassen.

4. Vor dem Servieren mit frischer, grob geschnittener Petersilie bestreuen. Dazu etwas Hummus oder Käse, ein paar grüne Oliven, frisches, knuspriges Weißbrot … So köstlich.


TIPP:
Noch hübscher sieht der Salat aus, wenn ihr ihn noch zusätzlich mit einer Mischung aus hellem und schwarzem Sesam bestreut!

Kommentare:

  1. Gern geschehen, liebe Maria! Dass einem frischer Koriander schmeckt oder eben gar nicht, dafür ist ein Gen verantwortlich! Für ein bisschen Grün müssen wir aber keine Genmanipulation betreiben, nicht wahr? Wie wäre es mit Kerbel und/oder Minze? Übrigens: Der Kanton Aargau, wo ich wohne, ist ein eher ländlicher Kanton mit viel Landwirtschaft; er wird auch Rüebliland genannt: Die Bauern in früheren Zeiten, so wird gesagt, waren zu dumm, um erfolgreich Ackerbau zu betreiben, weshalb sie es dann mit Rüebli versuchten... Und Rüebli sind des Schweizers liebstes Gemüse, noch vor der Tomate: Der Jahreskonsum pro Kopf der Bevölkerung liegt bei knapp 8kg. Gruss Bea

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  2. den Salat nehm ich auch!!

    Und, weils mich interessiert hat: auch bei uns in Ö liegt der jährliche Karottenverbrauch pro Person bei ca. 8 kg, aber bei Paradeisern bei 30 kg...
    lg

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  3. Karottensalat geht bei mir immer, vor allem, wenn er so appetitlich aussieht wie deiner. Fleisch? Neeee. Dafür nehme ich dann lieber Bratkartoffeln.
    Liebe Grüße
    Sigrid

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  4. Am liebsten mag ich rohen Karottensalat. Herrlich und gschmackig - fein geraspelt mit Scharlottenzwiebel, viel Zitronensaft, Zitronenpfeffer und Olivenöl.
    Lg aus Wien

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  5. Ich würde niemals über Karotten spotten, das haben sie nicht verdient, nie und niemals. Das mit dem Harrissa probier ich auch, sonst mach ich ihn eigentlich gleich... Auch die Petersilie ist mein Koriander, mir fehlt anscheinend auch das Koriander-Gen ;-) Wir essen zwar ab und zu Fleisch, aber es zu verwenden, um etwas "essbar" zu machen, wäre mir auch noch nie in den Sinn gekommen. glg Uli

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