Freitag, 15. Mai 2020

Eat more rabbit food!


Das Minimädel kam orange auf die Welt. Ehrlich! Jeder in meinem Umfeld kann das bestätigen. Sie war gesund – und orange. Und ich weiß auch warum:

Hallo! Mein Name ist Maria. Und ich war süchtig nach Karotten.

Schwangere Frauen sind manchmal komisch, aber dafür können sie nichts: Sie werden – ungefragt – von ihren Hormonen komisch gemacht. Das betrifft auch ihre kulinarischen Vorlieben. Die einen baden plötzlich in Schokolade, die anderen verzehren sich nach den klassischen Essiggurkerln. Und ich? Ich war süchtig nach Karotten.

Ich erinnere mich noch, dass ich die Minuten zählte, bis ich mich aus meinem Bürostuhl erheben durfte, um endlich, endlich in den Supermarkt fahren zu können. Dort steuerte ich geradewegs auf die Karotten zu, ich schnappte mir einen Sack, ich kaufte nichts anderes. An der Kassa wartend merkte ich, wie mir das Wasser im Mund zusammenlief. Ich kam mir vor wie ein Junkie, es war richtig schlimm. Nach dem Bezahlen nichts wie raus in den Wagen, das Plastik aufgerissen und dann der erste Biss. Ich schloss meine Augen und war im Himmel. Die Wolken waren orange. Und bis ich daheim war, war – mindestens – der halbe Sack leer gefuttert. Ein halber Sack ungewaschener, ungeschälter Karotten. Weggemampft. Beim Autofahren. Ich sag’s ja: Komisch.


Karotten-Apfel-Ananas-Rohkost

Auch heute noch liebe ich Karotten – und diesen Rohkostsalat. Ich habe ihn vor vielen, vielen Jahren in einer Gesundheitseinrichtung kennengelernt, in der ich im Zuge meines Studiums ein Sommerpraktikum absolvieren durfte. Es waren meine ersten Kochkurs-Erfahrungen (ach, was war ich jung) und ich habe mich sehr wohl gefühlt dabei, mit anderen Menschen gemeinsam in der Küche zu stehen. Seit damals finde ich dieses Gericht unwiderstehlich – und ja, es sind Ananas aus der Dose.

Zutaten für 2 Personen

2 Karotten
2 Äpfel
200 g Ananasstücke aus der Dose, abgetropft (Saft auffangen!)
6 EL Ananassaft (von den Ananasstücken)
1 Handvoll Haselnüsse
Saft von 1 Zitrone

1. Karotten schälen und gemeinsam mit den Äpfeln raspeln

2. Karotten und Äpfel mit Ananasstücken und –saft sowie Zitronensaft vermischen.

3. Die Haselnüsse trocken rösten, bis sie duften (das muss aber nicht sein, ich bereite den Salat auch oft mit ungerösteten Haselnüssen zu), dann grob hacken.

4. Die Rohkost auf Tellern anrichten und mit den Haselnüssen bestreuen.

Kommentare:

  1. Eine Freundin bietet mir beim gemeinsamen Urlaub zum Frühstück immer ihre "Rohkoscht" an, und mir zieht' alles zusammen. Bin definitiv kein Hase. Die Erfindung des Feuers war mein kulinarischer Moment.
    Aber das orangene Baby!

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    1. Echt, keine Rohkost, tsss ... Ich könnte nicht leben ohne! Und ja, das orangene Baby ;-)))

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  2. Was für eine lustige Geschichte! Und ein schöner Salat. Da weiß ich nun endlich, was ich mit der zweiten Hälfte der Ananasdose tun kann, wenn wir Süßsaures Schweinefleisch essen oder Toast Hawaii machen.

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    1. Toast Hawaii, macht ihr den regelmäßig? Sehr cool, sehr retro :-)))

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  3. Es geht doch nichts über Möhren! Den Appetit darauf zu stillen, ist eine gute Sache. Bei uns geht Möhrensalat ebenfalls immer, gerne auch mit Ananas.
    Liebe Grüße
    Sigrid

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    1. Ich habe von einer lieben und treuen Blogleserin kürzlich einige Rezeptvorschläge für Karottensalat bekommen, allesamt "mouthwatering" ... Mehr hoffentlich in Kürze! Alles Liebe! :-)

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