Montag, 25. November 2019

Kürbis(un)glück


Ihr erinnert euch? Ja? Der kleine Mann hatte sich für sein Gartenbeetabteil einen mächtigen Kürbis gewünscht. Die Sorte Atlantic Giant klang vielversprechend und so haben wir sie gepflanzt. Ich und mein Sohnemann, wir beide träumten den ganzen Sommer lang von einem gigantischen Riesenkürbis, so groß, dass unser beider Arme ihn nicht würden umfassen können.



Hm, das Kürbisglück blieb aus. Kein Kürbis, nicht einmal ein Pflänzchen. Der kleine Mann hatte es mit seiner Gartenarbeit einfach zu gut gemeint. Mit Traktor, Pflug und Spitzhacke, mit Händen und Füßen hat er die Ferien über ganze Arbeit geleistet: Sein Beet war und blieb pflanzenfrei!

Kinder brauchen Freiheit, eine Matschpfütze und Eltern, die wegschauen können.

An diese wahren (und wohltuenden) Worte von Arne Winter, dem Gründer der Waldläuferbande, muss ich nun denken. Und beschließe, das leergefegte Beet meines kleinen Mannes einfach anders zu sehen: Als gut vorbereitet für die nächste Saison.



Kürbisgugelhupf mit Schokolade

Im Originalrezept von Danielle Noce werden Karotten verwendet, ich hab mich aber stattdessen an Kürbis versucht – und wie das funktioniert! Heraus kamen Küchlein, die ungewöhnlich, aber sehr gut schmecken – fluffig und mit aromatischer Kruste. Noch besser fand ich sie, nachdem sie einen Tag durchgezogen waren.
Die kleinen Hupfe könnt ihr euch vormerken für nächstes Halloween – da passt Kürbis natürlich perfekt. Oder vielleicht ein (blut)roter Rauna-Gugel? Oder probiert doch das Karottenoriginal, oder Pastinake, oder Apfel …
Weil ich noch einen Becher fertige, dunkle Schokoglasur zuhause hatte, hab ich die zum Glasieren genommen. Ihr probiert aber natürlich das Glasurrezept von Danielle aus, oder?

Zutaten für 1 Gugelhupf (25 cm Durchmesser) oder 12 Mini-Gugelhupfe

Für den Teig
270 g Muskatkürbisstücke (ohne Schale / geputzt gewogen)
200 ml Rapsöl
4 Eier (M)
250 g Zucker
240 g Mehl
1 ½ TL Backpulver
1 Prise Salz

Für die Glasur
170 g Edelbitterschokolade
1 TL Honig
100 g Butter

1. Gugelhupfform (oder –förmchen) gut ausfetten und bemehlen. Den Ofen auf 220 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.

2. Kürbisstücke, Rapsöl, Eier und Zucker in den Mixer geben und mixen, bis eine komplett glatte Masse entstanden ist. Die Masse in eine Schüssel geben.

3. Mehl mit Backpulver und Salz vermischen und über die Kürbismasse sieben. Mit dem Schneebesen unterheben und glattrühren.

4. Teig in die Form geben und in den vorgeheizten Ofen schieben. 5 Minuten anbacken. Nach dieser Zeit die Temperatur auf 200 °C senken und weitere 30 Minuten backen. Mini-Gugelhupfe backen etwa 5 Minuten kürzer. Stäbchenprobe!

5. Kuchen aus dem Ofen nehmen und 5 Minuten in der Form überkühlen lassen.

6. Auf ein Kuchengitter stürzen und vollständig abkühlen lassen.

7. Für die Glasur alle Zutaten gemeinsam schmelzen. Den Kuchen damit überziehen. Die Glasur fest werden lassen.

Kommentare:

  1. Hahaha, die ist wirklich großartig, diese Beetpflege, mir geht es öfters ähnlich, wenn auch nicht ganz so radikal! Fürs nächste Jahr empfehle ich einen Schneckenkragen über das frisch eingesetzte Pflänzchen zu stülpen, dann wird's vielleicht was mit der Ernte. Die sind giftgrün, also nicht zu übersehen. Liebe Grüße von Bettina

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    1. Danke für diesen Tipp, liebe Bettina! Auf so etwas bin ich angewiesen - bei meinem "grünen Daumen" ;-))) Alles Liebe!

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Über Kommentare freue ich mich immer. Herzlichen Dank dafür!
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