Freitag, 30. Juli 2021

#wirrettenwaszurettenist: Paniertes!


Als Kind habe ich es geliebt, meiner Mama beim Panieren zu helfen. Durch das Eintauchen der Finger in Mehl, Ei und Semmelbrösel, Mehl, Ei und Semmelbrösel entstanden dann nämlich diese Panierkugeln an den Fingerspitzen, zehn an der Zahl, und die wieder herunter zu knabbern, machte mir damals fast noch mehr Freude als das Schnitzel selbst.

Naja, gut, dass sich Geschmäcker ändern – Panier pur gehört mittlerweile nicht mehr zu meinen Leibgerichten. Aber Panieren an sich, das ist nach wie vor eine feine Sache – es schützt das Gargut vor zu hohen Temperaturen beim Ausbacken, gleichzeitig kann man sich an einer knusprigen und rrrrröstaromatischen Panade erfreuen. Meine Schwester meint, dass sogar paniertes Toastbrot köstlich schmeckt!

Im Gegensatz dazu lacht mich fertig Paniertes so gar nicht an, denn irgendwie habe ich dabei immer das Gefühl, dass etwas versteckt werden soll … Die Herkunft? Die Qualität? Der Geschmack?


Da Panieren wir doch am besten selbst und mit wem würde ich es lieber machen als mit der Rettungstruppe? Danke vor allem an Tamara, die nun das Rettungszepter von Britta übernommen hat, und an Barbara – fürs Organisieren …



Knusprige Veggie-Nuggets


Diese Nuggets könnt ihr gut auf Vorrat zubereiten (siehe weiter unten). Sie krachen knusprig beim Hineinbeißen, innen sind sie dann verführerisch weich und absolut köstlich. Frischer Salat, Kräuter, Salzkartoffeln, selbstgemachtes Ketchup passen hervorragend dazu.

Zutaten für etwa 15 Portionen

Für die Nuggets
500 g mehlige Kartoffeln
700 g Butternuss-Kürbis
1 Fenchel
3 Karotten
1 Karfiol
1 Zwiebel
5 EL Semmelbrösel
1 Ei
3 EL gehackte Petersilie
Salz
Pfeffer
Paprikapulver

Zum Panieren
Mehl
3 Eier
Salz
Semmelbrösel

Außerdem
Öl zum Ausbacken

1. Die Kartoffeln in der Schale dämpfen, schälen und dann noch heiß durch die Kartoffelpresse drücken.

2. Kürbis schälen und in Würfel schneiden. Fenchel und Karotten zuputzen und in grobe Stücke schneiden. Karfiol in Röschen teilen. Das Gemüse in wenig Wasser etwa 10 – 15 Minuten dämpfen. Abgießen.

3. Zwiebel schälen und grob würfeln. Gemeinsam mit dem gedämpften Gemüse grob (!) pürieren.

4. Gepresste Kartoffeln, Semmelbrösel, Ei und Petersilie zum Gemüse geben und mischen. Mit Salz, Pfeffer und ein wenig Paprikapulver würzig abschmecken.

5. Die Masse etwa 1 cm hoch auf ein Blech streichen und abkühlen lassen. Einige Stunden lang im Kühlschrank fest werden lassen.

6. Mit einem Keksausstecher Formen ausstechen oder die Masse in gefällige kleine Stücke schneiden.

7. Nun geht’s ans Panieren: Dafür drei Suppenteller mit Mehl, verquirlten und gesalzenen Eiern und Semmelbröseln herrichten. Die Nuggets nacheinander in Mehl, Ei und den Semmelbröseln wenden.

8. Nun könnt ihr die panierten Nuggets direkt in heißem Öl goldbraun herausbacken und auf Küchenkrepp abtropfen lassen. Wichtig: Das Öl darf weder zu heiß (sonst verbrennt die Panier, bevor das Innere durchgegart ist) noch zu wenig heiß sein (sonst saugt sich die Panier mit Fett voll, wäh).
ODER ihr friert sie auf einem Tablett über Nacht ein, füllt sie dann um in ein Sackerl und habt so jederzeit fertige Gemüsenuggets auf Vorrat daheim, die ihr nur noch ausbacken müsst.


Grandios paniert haben außerdem:


Brittas Kochbuch – Champignons in Kräuterpanierung mit Aioli und Salat
Barbaras Spielwiese – Klassisches Wiener Schnitzel nach Johann Lafer
Brotwein – Münchner Schnitzel
Anna Antonia – Piccata Milanese
Pane-Bistecca – „Poliniertes“ Fischfilet mit Gemüse und Kartoffeln
CorumBlog – Gefüllte Aubergine
Cahama – Panierter Fisch „Fischstäbchen Style“
Kaffeebohne – Blumenkohl-Bites

17 Kommentare:

  1. Die sind ja wunderschoen geworden!! Tolle Idee!

    LG Wilma / Pane-Bistecca

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  2. Ich bin unverbesserlich und denke bei Panier sofort n das Wiener Schnitzel...

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  3. Maaa, schauen die toll aus. Ich mag Paniertes recht gerne - obwohl ich mich überhaupt nicht ums Wiener Schnitzel reisse, aber Gemüse in allen Variationen mit Panier schon. Aber ich mach es nicht so gern... und die Panierfinger hatten wir wohl alle ;-) Meine Oma hat die Reste immer zusammengemischt und Kugeln drausgemacht, rausgebacken als Einlage für die Suppe (damit auch wirklich nichts verschewendet wird). glg Uli

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    1. Uh, das ist eine gute Idee von deiner Oma :-)))))
      Alles Liebe!

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  4. Panierfinger abknabbern... auf die Idee bin ich nie gekommen ;-) Und ich habe als Kind viel und gern Schnitzel paniert (gemeinsam mit anderen Kindern), am Sonntag für einen ganzen Bauernhof, wo wir im Sommer immer waren.
    Deine Gemüsesterne gefallen mir momentan besser als ein Schnitzel!!
    lg

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    1. Hey Friederike, und was hast du denn dann bitte mit der guten Panier gemacht, wenn nicht abknabbern? ;-))) Hihi, diese Kindheitserinnerungen ...
      Liebe Grüße!

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    2. ähh abwaschen...
      Aus den Panierresten wurden wie bei Uli zum Schluss Knöderl o.ä. knusprig ausgebacken.

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  5. Wie lustig - das habe ich als Kind genauso gemacht! Ich war glaube ich eh nur in der Küche, um zu naschen - und wenn's keinen Kuchenteig gab, dann auch gerne diese kleinen Panierkügelchen. :-)

    Inzwischen tun wir ja erwachsen - und panieren weiter. Dein Rezept liest sich sehr gut und sieht durch die Form auch super aus. Das nehme ich mir mal mit.

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  6. Schöne Idee!
    Und gut sehen sie auch noch aus!

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  7. Was für eine schöne Idee! Ich glaub, deine Sternchen würden mir sehr schmecken.

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  8. Super Rezept, deine panierten Veggie-Nuggets muss ich unbedingt probieren, die kommen auf meine Nachkoch-Liste. Sie sehen schön aus und schmecken bestimmt köstlich. Vielen Dank für das Rezept.
    Liebe Grüße
    Sigrid

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