Mittwoch, 24. März 2021

Gute Entscheidung


Die Entscheidung für einen add free Blog und gegen die werbliche Zusammenarbeit mit Herstellern aller Art habe ich bewusst getroffen und nie bereut. Bis auf Buchvorstellungen und ganz, ganz wenige, handverlesene Ausnahmen ist Das Mädel vom Land werbefrei und das soll auch so bleiben. Angebote gibt es dennoch zu Genüge und da wundere ich mich manchmal schon: Da werden sogar ganze Blogbeiträge plus Fotomaterial zur Verfügung gestellt, inklusive Rundum-Sorglos-Paket, denn die Beiträge werden maßgeschneidert geliefert und an den Blogstil angepasst. Boah! Echt jetzt? So ganz unverblümt? Sowas finde ich schon ziemlich dreist. Und lässt in mir die Frage aufkommen, was im Blogiversum denn tatsächlich (noch) echt ist und was (bereits) fake …

Hier am Blog herrscht Freiheit. Ich koche, was ich will, ich schreibe, worüber ich will und ich knipse, wie ich will. Die Kehrseite der Medaille: völlige Brotlosigkeit. Aber hey, das ist nicht schlimm. Ich will es gar nicht anders haben, denn die Zeit, die mir fürs Bloggen bleibt, will ich nicht mit langweiligen Produktvorstellungen oder halbseidenen Zwangsschwärmereien verbringen. Und da wärt ja noch ihr – meine lieben BlogleserInnen, die mich immer wieder wissen lassen, wie schön es hier am Blog ist, wieviel Ideen und Inspirationen sie finden, dass sie mitlachen und mitgrübeln … Für euch mache ich das, nicht für ein Stück Geschirr, ein trendiges Gewürz oder eine Übernachtung im Spa.



Vor einigen Tagen lag ein Paket vor der Tür. Vom Nachbarland Schweiz hat es den Weg bis zu mir gefunden. Sorgfältigst eingepackt die erlesensten Orangenköstlichkeiten, die ihr euch nur vorstellen könnt: Arancello, getrocknete Orangenschalen, kandierte Orangenschalen, verschiedene Marmeladen. Eins besser als das andere, alles selbst gemacht. Liebe Bea, ich hab mich so gefreut … Deine Kostbarkeiten werden hier sehr geschätzt und genossen. DANKE nochmal, von Herzen!

Ja. Für euch mache ich das.


Mohnkuchen mit Rum und Orangenmarmelade


Ein schneller, veganer Mohnkuchen ist die Bühne – und die bitter-fruchtige Orangenmarmelade der Star. Im Original verwendet Caro pflanzliches Joghurt für den Teig, was sicher auch einen Versuch wert ist!

Zutaten für einen kleinen Kuchen (etwa 20 cm Durchmesser)

Für den Teig
100 g gemahlener Mohn
160 g glattes Mehl
40 g Buchweizenmehl
80 g Zucker
1 TL Vanillezucker
2 TL Backpulver
200 ml pflanzliche Milch (ich habe Dinkelmilch verwendet)
100 ml Rapsöl
30 ml Rum

Zum Füllen
Bitterorangenmarmelade

Zum Garnieren
Staubzucker zum Bestäuben
kandierte Orangenschale
Schlagobers oder eine vegane Alternative

1. Den Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Den Boden einer kleinen Springform mit Backpapier auslegen.

2. Mohn mit Mehl, Buchweizenmehl, Zucker, Vanillezucker und Backpulver vermischen. Pflanzliche Milch, Rapsöl und Rum zugeben und glatt rühren.

3. Den Teig in die vorbereitete Form füllen und glatt streichen. In den vorgeheizten Ofen geben und etwa 45 Minuten lang backen – Stäbchenprobe!

4. Aus dem Ofen nehmen und in der Form überkühlen lassen. Dann aus der Springform lösen und auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen.

5. Den Kuchen mit einem großen Kuchenmesser ein bis zwei Mal quer durchschneiden. Die Tortenböden jeweils mit Marmelade bestreichen und wieder zusammensetzen. Auf eine Kuchenplatte stellen.

6. Den Kuchen ordentlich mit Staubzucker bestäuben und mit Schlagobers und kandierter Orangenschale garnieren.


10 Kommentare:

  1. Das klingt gut, das sieht köstlich aus. Mir geht es wie dir, ich genieße die totale Freiheit, es gibt nichts besseres.
    Liebe Grüße
    Sigrid

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  2. Unterschrieben! Genau so – und ich bin unheimlich froh, dass die werbelose Insel der Glückseligen doch noch von so vielen bewohnt wird...
    Herzlich: Charlotte

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    1. Ja, ich auch, drum bin ich auch so gern drüben bei dir :-)
      Alles Liebe!

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  3. Ursula | tasteoftravel.at31. März 2021 um 13:58

    Oh, wie ich Mohnkuchen liebe!!! Ein wirklich schönes Rezept!

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  4. Das ist so eine großartige, großzügige Entscheidung. Werbung auf Blogs ist ätzend, ich geh sofort weg (wenn ein Ad für "Bauchfett verlieren" direkt unter einem köstlichen Essen auftaucht). Aber bloggen ist halt auch Arbeit und Kulturgut. Sollte staatlich unterstützt werden! Frohe Ostern, liebe Maria!

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