Montag, 4. Mai 2020

Meine perfekte Hochzeitstorte – Grundrezept und Zusammenfassung ♥


Ratet mal, wie oft das Wort Torte im gestrigen Blogpost vorkommt! Na? Passt auf, ich verrate es euch: 240 Mal! Das ist viel. Und deshalb kommt hier euer Serviceteil zum Hochzeitstortenprojekt: Ein Post, der alle Infos verdichtet und euch mein perfektes und erprobtes Grundrezept liefert, das ihr ganz nach euren Bedürfnissen abwandeln könnt. Für Details hüpft einfach zurück zum Hochzeitstorten-Spezial. Here we go:

*** Grundrezepte für 20 cm Durchmesser und fertige Tortenhöhe von etwa 14 cm ***

Tortenboden

400 g weiche Butter
300 g Zucker
8 Eier (M) (Raumtemperatur – wichtig, damit sich die Masse gut verbindet)
400 g Mehl
20 g Backpulver (= 4 TL)
1 Prise Salz

1. Zwei Backformen mit 20 cm Durchmesser vorbereiten (Boden mit Backpapier auslegen oder Tortenringe mit Backpapier umspannen).

2. Weiche Butter mit Zucker in der Küchenmaschine weißschaumig rühren.

3. Nach und nach die raumtemperierten Eier zugeben und zwischendurch immer gut einarbeiten.

4. Mehl mit Backpulver und Salz vermischen, auf einmal zum Abtrieb geben und kurz und kräftig rühren, bis alles gut vermengt ist.

5. Die Masse auf die beiden Formen aufteilen und glattstreichen.

6. Backen im vorgeheizten Backrohr bei 180 °C Ober-/Unterhitze für etwa 35 - 40 Minuten.

7. Die Tortenböden aus dem Ofen nehmen und 10 Minuten in den Formen überkühlen lassen. Vorsichtig aus den Formen lösen, das Backpapier entfernen und auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen.

8. In Frischhaltefolie wickeln und über Nacht bei Raumtemperatur ruhen lassen.

9. Am nächsten Tag die Tortenböden auspacken und mit einem gut schneidenden Tortenmesser in jeweils drei gleichmäßige Böden schneiden. Den am wenigsten ansprechenden Boden aussortieren. 5 Böden weiterverarbeiten. [Wollt ihr alle Böden verarbeiten, wird die Torte nochmal etwa 2 cm höher – das geht natürlich und mit den weiter unten angegebenen Mengen an Füllung und Einstreichcreme solltet ihr auch durchkommen.]


Zuckersirup zum Tränken

75 ml Wasser
25 ml Zucker

1. Beide Zutaten in einen kleinen Topf geben und erwärmen, bis sich der Zucker vollständig aufgelöst hat.

2. In ein Glas mit Schraubdeckel füllen, gut verschließen und vollständig auskühlen lassen.

TIPP: Der Geschmack des Zuckersirups kann nach Belieben variiert werden, z. B. mit Zitronen- oder Orangenschale, Vanille, Zimt, Rosenwasser, Kräutern etc. Oder ihr ersetzt einen Teil des Wassers durch Zitronen- oder Orangensaft. Oder ihr verdünnt selbst gemachten Hollerblütensirup oder anderen Sirup mit Wasser in einem Verhältnis von etwa 1:1.


Füllung

Für die Meringue
30 ml Wasser
2 Eiweiß (L)
125 g Feinkristallzucker

Für eine Fruchtfüllung
5 Blatt Gelatine
450 g Mascarpone
350 g Topfen 20 % F.i.T.
150 g Meringue (die oben genannten Mengen ergeben etwa 200 g Meringue)
200 g Fruchtpüree

Für eine weiße Füllung
3,5 Blatt Gelatine
500 g Mascarpone
400 g Topfen 20 % F.i.T.
150 g Meringue (die oben genannten Mengen ergeben etwa 200 g Meringue)

1. Zunächst die Meringue herstellen. Dafür das Wasser mit 90 g Feinkristallzucker aufkochen lassen.

2. Parallel dazu die Eier trennen und das Eiweiß in die Rührschüssel der Küchenmaschine geben.

3. Sobald der Zuckersirup kocht, die Hitze zurückschalten und köcheln lassen. Gleichzeitig die Küchenmaschine einschalten und das Eiweiß mit dem restlichen Feinkristallzucker (35 g) zu steifem Schnee schlagen – er sollte seidig matt, aber nicht allzu fest sein.

4. In der Zeit, die der Eischnee benötigt, um steif zu werden, sollte der Zuckersirup die richtige Temperatur erreicht haben. Nun gießt man den heißen Zuckersirup unter fortwährendem Rühren zum Eischnee – und schlägt so lange auf höchster Stufe weiter, bis die Meringue Zimmertemperatur erreicht hat. Das dauert mindestens 15 Minuten oder noch länger.

5. Gelatine in kaltem Wasser einweichen.

6. Mascarpone und Topfen glattrühren. Für eine Fruchtfüllung das Fruchtpüree unterrühren.

7. Eingeweichte Gelatine tropfnass in einen kleinen Topf geben und bei mittlerer Hitze auflösen.

8. Einen Esslöffel von der Mascarpone-Creme zur Gelatine in den Topf geben und mit dem Schneebesen gut unterrühren. Dies mit einem zweiten Löffel Creme wiederholen.

9. Nun kann die Gelatinemasse zur restlichen Creme gegeben werden. Mit dem Mixer gut einarbeiten.

10. Meringue dazu geben und von Hand unterheben.

11. Die Füllung gleich weiterverarbeiten.

TIPP: Noch fruchtiger wird es, wenn ihr zusätzlich frisches, klein geschnittenes Obst bereitstellt, dass ihr dann beim Füllen nach Belieben einstreut.

NOCH EIN TIPP: Möchtet ihr die weiße Füllung mit fruchtigem Curd kombinieren (wie z. B. in meiner Maracujatorte: abwechselnd eine Schicht Füllung, eine Schicht Curd, …), braucht ihr nur die Hälfte der Masse.


Meringue-Buttercreme zum Einstreichen

Für die Meringue
30 ml Wasser
2 Eiweiß (L)
125 g Feinkristallzucker

Für die Meringue-Buttercreme
180 g weiche Butter
45 g Staubzucker
180 g Meringue (die oben genannten Mengen ergeben etwa 200 g Meringue)

1. Zunächst die Meringue herstellen. Dafür das Wasser mit 90 g Feinkristallzucker aufkochen lassen.

2. Parallel dazu die Eier trennen und das Eiweiß in die Rührschüssel der Küchenmaschine geben.

3. Sobald der Zuckersirup kocht, die Hitze zurückschalten und köcheln lassen. Gleichzeitig die Küchenmaschine einschalten und das Eiweiß mit dem restlichen Feinkristallzucker (35 g) zu steifem Schnee schlagen – er sollte seidig matt, aber nicht allzu fest sein.

4. In der Zeit, die der Eischnee benötigt, um steif zu werden, sollte der Zuckersirup die richtige Temperatur erreicht haben. Nun gießt man den heißen Zuckersirup unter fortwährendem Rühren zum Eischnee – und schlägt so lange auf höchster Stufe weiter, bis die Meringue Zimmertemperatur erreicht hat. Das dauert mindestens 15 Minuten oder noch länger.

5. Schließlich für die Buttercreme Butter mit Staubzucker weiß schaumig schlagen. Löffelweise die Meringue unter weiterem Rühren zur Buttermasse geben.


Mit den Angaben zu den vier Hauptkomponenten der Torte (Boden, Sirup, Füllung, Buttercreme zum Einstreichen) könnt ihr nun arbeiten. Je nachdem, welche Dimensionen eure Torte haben soll, rechnet ihr die Mengen, die ihr benötigt, einfach um:

Umrechnungsfaktoren

Durchmesser
Umrechnungsfaktor
10 cm
x 0,3
15 cm
x 0,6
20 cm
x 1
22 cm
x 1,2
25 cm
x 1,6
30 cm
x 2,5
35 cm
x 3,3

Und nicht vergessen, bei den Tortenböden die Backzeiten anzupassen! Größere Torten brauchen natürlich länger im Ofen als kleinere. Unbedingt Stäbchenprobe machen!

EXTRA-TIPP: Eine supertolle Anleitung für eine dreistöckige, wunderschöne und natürliche Torte findet ihr auch bei Ria & Christian – nur so für den Fall …

Habt eine schöne Zeit mit eurer Torte!

6 Kommentare:

  1. Ja bist du narrisch! Im Leben würde ich mir das nicht antun. Hut ab!

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  2. Die ist ja traumhaft! Nachdem mir Torten meist misslingen, wenn sie besonders toll aussehen oder schmecken sollen, würde ich mir das niemals zutrauen. Ganz toll!!!
    Liebe Grüße, Julia

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  3. Na brutal. Ist die supergeil geworden. Geschmacklich sicher tausend mal besser als die Konditor-Torten. Schon allein wegen der Torte würde es sich rentieren zu heiraten. Da muss das Brautpaar aber jetzt auf ewig zambleiben ;-) Gott sei Dank wird sich niemand von mir sowas wünschen, ich kann ja nur Becherkuchen ;-) Hut ab, liebe Maria. Das ist grandios geworden. Liebste Grüße Uli

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  4. Meine Lieben, ich danke euch von Herzen! Ich hab ja selber auch so eine Freude mit dem Ding :-))) Die Heiratssache nimmt schön langsam Formen an, gell, Uli?
    Superliebe Grüße an euch drei!

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    1. Ahahahaha, ich sehe hier schon die klassische Rollenverteilung ;-) glg Uli

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    2. Vermutlich hast du recht ;-)))) Ganz liebe Grüße zu dir!

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