Samstag, 22. Februar 2020

Alles relativ



Was sagt die Schnecke, die auf einer Schildkröte reitet?

Wuhuuuuu!!!

Das Minimädel hat mir diesen Witz erzählt und ich hab mich schief und krumm gelacht. Und dumm und dämlich. Aber das war mir relativ egal. Denn am nächsten Tag hatte ich vom vielen Lachen: Bauchmuskeln aus Stahl.



Rohrkrapfen | Bauernkrapfen aus dem Ofen

Ich liebe Bauernkrapfen! Am liebsten esse ich sie gemeinsam mit dem Minimädel zum Abschluss eines Pfarrflohmarkt-Besuches. Wird irgendwo in der Nähe einer veranstaltet, schleichen wir zwei uns schon früh aus dem Haus, um gemeinsam und in aller Ruhe stöbern zu gehen. Und als Stärkung danach noch ein Krapfen, dick mit Staubzucker bestäubt und in der Mitte ein Klecks Marmelade. Himmlisch!
Dass man Bauernkrapfen auch im Ofen backen kann, wusste ich bisher noch nicht. Und natürlich ist es so, dass sie nicht ganz so schmecken wie das Original. Diese Rohrkrapfen aus einem meiner liebsten Kochbücher, Der Bäuerin in den Kochtopf g’schaut von Roswitha Willnauer, sind nicht so fluffig wie ihre fettgebackenen Kameraden, dafür aber nicht weniger köstlich. Ich mag diese Variante sehr.

Zutaten für etwa 15 Stück (3 Bleche)

Für den Teig
500 g Mehl
2 Eier
1 Dotter
200 g zerlassene Butter
1 Prise Salz
30 – 40 g frische Germ
2 EL Zucker
Schale von ½ Zitrone
200 ml lauwarme Milch

Außerdem
zerlassene Butter zum Bestreichen
Staubzucker zum Bestäuben
Lieblingsmarmelade

1. Aus den angegebenen Zutaten einen mittelweichen Germteig bereiten, abdecken und bei Raumtemperatur auf ungefähr das doppelte Volumen aufgehen lassen.

2. Mit einem großen Esslöffel Teigstücke in etwa Buchtelgröße herausstechen, auf die leicht bemehlte Arbeitsfläche legen, abdecken und nochmals etwa 20 Minuten aufgehen lassen.

3. Das Backrohr auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen, Backbleche mit Backpapier auslegen.

4. Jedes Teigstück von der Mitte her auseinanderziehen, sodass die typische Form eines Bauernkrapfens mit dickem Rand und dünner Mulde in der Mitte entsteht. Die Krapfen mit genügend Abstand zueinander auf den Blechen verteilen. Sollten dabei Löcher in der Mitte entstehen, diese mit leicht bemehlten Fingern wieder zusammendrücken.

5. Die Krapfen nacheinander im vorgeheizten Rohr etwa 25 Minuten goldgelb backen. Sollte es in der Küche sehr warm sein, empfiehlt es sich, die noch ungebackenen Krapfen an einem kühleren Ort zwischenzuparken.

6. Die Krapfen aus dem Ofen nehmen und noch heiß mit zerlassener Butter bestreichen.

7. Zum Servieren kräftig mit Staubzucker bestreuen und in die Mitte einen Klecks Lieblingsmarmelade geben.


Variante: Roswitha Willnauer bestreicht die Krapfen nach dem Backen mit einer Sauce aus aufgekochtem Rahm und Fett und serviert sie dann warm (und natürlich ungezuckert) zu Kartoffelsuppe oder Krautsuppe. Sehr fein …

Kommentare:

  1. Deine Bauernkrapfen sehen so lecker aus. Leider vertrage ich seit nunmehr 4 Jahren weder glutenhaltiges Getreide noch Hefe, sonst hätte ich die gleich nachgebacken. Ich wusste auch nicht, dass man Krapfen im Backofen backen kann, habe ich früher immer im Topf auf dem Herd gemacht.
    viele Grüße Margot

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    1. Liebe Margot, oje, das tut mir leid für dich ... :-/ Mit glutenfreien Mehlmischungen wüsste man sich ja vielleicht noch zu helfen, aber ohne Hefe wirds schon schwierig ...
      Beim Frittieren geht halt immer so viel Öl drauf, auch deshalb mag ich es nicht so sehr. Ansonsten schmecken mir die Dinger natürlich auch fettgebacken sehr :-)))
      Alles Liebe!

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  2. Was für ein Anblick, da läuft mir direkt das Wasser im Mund zusammen. Das Rezept von deinen Bauernkrapfen nehme ich mir gerne mit, vielen Dank, denn in der Art suche ich immer etwas.
    Liebe Grüße
    Sigrid

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  3. Vor ziemlich genau vier Jahren hast Du Ofenkrapfen gepostet, die ich schon lange in mein Repertoire aufgenommen habe (und entsprechend jedesmal an Dich denke, wenn ich sie backe). Wie is es zu verstehen, dass Du 'noch nie' Bauernkrapfen im Ofen gebacken hast? Ist es die Cabriolet-Variante? Oder was verstehe ich da nicht?
    Herzlich
    Bea

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    1. Krapfen ja, aber ich finde genau diese so originell, eingedrückt in der Mitte und die Marmelade sichtbar drauf plaziert. Gibt doch gleich ein ganz anderes Erscheinungsbild.
      Liebe Grüße
      Sigrid

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    2. Aaaalso, meine Lieben, Bea und Sigrid im Speziellen :-) In Österreich ist Krapfen nicht gleich Krapfen ;-) Da gibt es erhebliche Unterschiede! Das, was wir "Krapfen" nennen, sind die normalen Standard-Krapfen, wie wir sie alle kennen - rund und pausbackig und mit guter Marmelade gefüllt. Bauernkrapfen hingegen werden vor dem Ausbacken beherzt auseinander gezogen, sodass der Teig in der Mitte nur noch ganz dünn ist (mein liebster Teil bei einem Bauernkrapfen übrigens :-)) Und in diese Vertiefung kommt dann nach dem Backen die Marmelade.
      Alles klar?
      Alles Liebe!!! :-)

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  4. Hast du die Krapfen direkt nach dem Formen in den Ofen geschoben? Vielleicht werden sie fluffiger, wenn du ihnen vor dem Backen eine zweite Gehzeit gönnst.

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    1. Ja, die kamen gleich nach dem Auseinanderziehen aufs Blech und in den Ofen ... Dein Einwand ist gut, das werde ich ausprobieren!
      Liebe Grüße! :-)

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  5. Haha, kenn ich auch von meinen englischen Kindern - da sagt die Schnecke: "wheee"!
    Backen ist auch meine Alternative zum frittieren. Nette Idee, die Krapfen. Liebe Grüße in deinen kinderfasching!

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    1. Echt, den kennst du? Das find ich ja lustig, hihi ;-)
      Liebe Grüße zu dir ...

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  6. Ich finde, dass Fett schon sehr g..l schmeckt, aber ich vertrag es nicht so gut, nur ganz frisches. Wenn die Schwiemu "Kiachl" macht, schlag ich halt zu. Wir wären dann wieder beim Liegen ;-)

    Hab die Tage Donuts im Backofen gemacht, die waren gut, aber halt nicht SEHR gut. Wir essen die Kiachl übrigens mit Schlamper-Kraut oder Apfelmus. Ganz liebe Grüße, Uli

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    1. Und jetzt musst du mich nur noch aufklären, was Schlamper-Kraut ist ;-))))
      Liegen nach Krapfengenuss: Top!
      Liebe Grüße!

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    2. Schlamper-Kraut ist so ähnlich wie Bayrisches Kraut, nur ohne Essig. Das kennst du, oder? Also gedünstet, gut gewürzt (ok, ein Schuss Essig kommt trotzdem rein) und dann mit Mehlschwitz gaaaaanz wenig eindicken - also den Saft. Das Original-Rezept kann ich dir gerne schicken, wenn ich es finde ;-) glg

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    3. Aaaah, das kenn ich als "einbrennts Kraut", hat meine Schwiegermama auch öfters gemacht ... Passt sicher super zu den Krapfen! Danke fürs Aufklären :-)))
      Liebe Grüße!!!

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