Samstag, 21. Dezember 2019

Hab keine Zeit, bin im Weihnachtsstress


Gibt es eigentlich einen Gradmesser für das Ausmaß an Weihnachtsstress, dem man die Adventzeit über ausgesetzt ist (oder besser: den man sich selber macht)? Ich glaube, ich habe ihn gefunden: den Weihnachtskeks-Index (WKI).

Die Scala des WKI reicht von 0 bis, sagen wir, 20 (oder 30 für die Streber unter uns). 0 bedeutet: keine Kekse gemacht. 20 heißt: 20 Sorten Kekse gebacken. Je höher dieser Wert, desto weniger Stress (und in der Folge: mehr Zeit zum Kekse backen). Setzt natürlich voraus, dass man gerne Kekse bäckt, aber davon gehe ich ganz einfach einmal aus. Alles klar soweit?

Mein diesjähriger WKI-Wert, er liegt bei schlappen 2. 2!!! Ehrlich: Ich habe noch nie so wenig gebacken wie in diesem Jahr! Wie konnte das passieren? Und vor allem: Wie habe ich das früher gemacht?

Ich denke, ein guter Ansatz ist, mit dem Kekse backen schon Ende November zu beginnen und spätestens in der ersten Dezemberwoche damit fertig zu sein. So startet man gleich mit einem super WKI-Wert in den Advent, was automatisch dazu führen MUSS, dass der Stresslevel erträglich bleibt. Geht ja auch nicht anders, sonst passt die Rechnung nicht. Ein super Trick, oder? Dann bleibt sogar noch Zeit für so Sachen wie im Dezember einfach mal irgendwo nicht mitmachen und – mit wenig Schwung – zur Ruhe kommen.



Bunte Marmeladen-Schichtschnitten

Gut, dass mein unposted-Archiv so prall gefüllt ist mit Keksrezepten, die ich euch noch vorstellen will. Zumindest ein Weihnachtskeksrezept soll in diesem Advent den Weg zu euch finden. Vielleicht habt ihr ja noch zeitlichen Freiraum übrig …
Bunt, süß, fruchtig – diese Schnittchen mag ich sehr. Ihr vermutlich auch!

Zutaten für etwa 50 Stück (je nachdem, wie groß ihr die Schnitten schneidet)

Für den Mürbteig
420 g griffiges Mehl
280 g Butter
100 g Zucker
1 Ei
1 EL Vanillezucker
1 Prise Salz
3 EL Milch
1 EL Zitronensaft

Zum Füllen
2 verschiedenfärbige Marmeladen, eine gelb, eine rot (wie etwa Marille, Brombeere, Ribisel, Erdbeere, …) – je ca. 9 EL

Für die Dotterglasur
3 frische Dotter
150 g Staubzucker
1 EL Rum (wenn Kinder mitessen, den Rum durch Wasser ersetzen)

Außerdem
bunte Streusel

1. Aus den Teigzutaten einen Mürbteig kneten und kurz beim Raumtemperatur rasten lassen.

2. Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.

3. Den Teig auf der bemehlten Arbeitsfläche etwa 3 – 4 mm dick ausrollen und Rechtecke von etwa 10 x 13 cm ausschneiden. Ich habe dazu eine Postkarte als Schablone genommen. Es sollten sich 9 Rechtecke ausgehen.

4. Die Rechtecke auf mit Backpapier ausgelegte Bleche legen und nacheinander im vorgeheizten Rohr jeweils 10 – 15 Minuten goldgelb backen.

5. Herausnehmen und auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen.

6. Jeweils drei Rechtecke mit zwei verschiedenen Marmeladen zusammensetzen.

7. Die gefüllten Teigscheiben mit einem Schneidbrett oder ähnlichem gleichmäßig beschweren und über Nacht ruhen lassen.

8. Am nächsten Tag die Zutaten für die Glasur glattrühren und die Rechtecke damit bestreichen. Etwas antrocknen lassen und dann mit Streuseln bestreuen.

9. Die Glasur am besten eine paar Tage anziehen lassen, damit sie beim Schneiden nicht rissig wird.

10. In Würfel oder Rechtecke schneiden.


Ein Rezept aus dem Kochen & Küche Sonderheft von Weihnachten 2014.

3 Kommentare:

  1. Liebe Maria,
    so leckere Marmeladen-Schichtschnitten - ich bin eine absolute Liebhaberin von Marmelade, wenn sie so köstlich in Weihnachtsplätzchen verpackt ist. Dankeschön. Dir und deinen Lieben wünsche ich wunderschöne und gemütliche Feiertage.
    Liebe Grüße
    Sigrid

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  2. Liebe Maria, ich kann dich unterbieten, mein WKI ist bei 1. Ich hasse Kekslbacken wie die Pest - ich kann nur Lebkuchen und die sind schön handlich groß, man will ja nicht so viele essen ;-) Ich hab alles schon längst erledigt und weil mir gerade fad war, hab ich halt noch gewischt... Der Sohn meinte nur ganz lapidar: "Hoffentlich haut's jetzt des Christkindl nit auf die Pappn" - Ja, hoffe ich auch.

    In diesem Sinne: ich wünsche dir und deiner Familie wunderbare Feiertage und glänzende Kinderaugen - alles Liebe aus dem verregneten Tirol, Uli

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  3. Liebe Maria, habt eine schöne Weihnachtszeit! Wir lesen uns im nächsten Jahr! Alles Liebe, Eva

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