Mittwoch, 30. Oktober 2019

#Erdäpfelliebe


Erdäpfelliebe – ja, davon kann man sprechen bei mir. Mit Erdäpfeln bin ich groß geworden (der Erdäpfelschmarren meiner Mama mit viel Zwiebel, hach) und immer noch nicht wachsen sie mir zu den Ohren raus. Das will, das muss was heißen. Sehr, sehr gerne schicke ich daher ein Rezept rüber zu Sina und Christina, die den diesjährigen Oktober zum Monat der Kartoffel gemacht haben.


Ich kann mich tatsächlich noch an den riesigen Kartoffeldämpfer im Hof erinnern, der das Futter für die Schweine aufbereitet hat. Und an die allmorgendliche Routine, einen großen Topf mit Erdäpfeln auf den Herd zu stellen, denn Erdäpfel gab es täglich. Sie waren immer da und sie kosteten nichts, lediglich die Arbeit, die es brauchte, sie zu pflanzen und zu ernten.


Auf diesem Foto seht ihr mich als Teenie mit meiner Oma beim Kartoffelsetzen. Der Traktor fuhr im Kriechgang durch die Reihen und hinten bei uns radelte am Boden eine Art Zahnrad mit, das jedes Mal, wenn es in den Boden stach, ein akustisches Signal ertönen ließ. Dieses Signal war für meine Oma und mich die Aufforderung, eine Knolle in die Erde fallen zu lassen – genial, oder? Nur denkt euch bitte mein Outfit weg, denkt es euch einfach weg.



Perfekte Ofen-Pommes

Pommes gehen bei meinen Kindern immer und natürlich werden sie (doppelt!) frittiert am besten. Weil ich aber weder eine Fritteuse besitze noch gewillt bin, literweise Pflanzenöl zu verschwenden, kommen sie bei mir aus dem Backofen. Das ist nicht weiter schlimm, die Kleinen sind zufrieden. Aber man darf sich ja weiterentwickeln. Und das gelingt mit diesem Rezept von Robert. Die Anleitung klingt vielleicht ein wenig wissenschaftlich-kompliziert und ja, die Zubereitung nimmt mehr Zeit und Aufmerksamkeit in Anspruch, als gewohnt. Aber das Pommes-Wunder bleibt nicht aus. Diese Pommes sind der Wahnsinn!

Zutaten für 2 – 4 Portionen

800 g möglichst große, unbedingt mehlige Kartoffeln
2 EL Rapsöl
2 TL Speisestärke (Kartoffel oder Mais)
Salz

1. Zunächst müssen die Kartoffeln vorgegart werden. Dazu viel Wasser in einem großen Topf auf etwa 80 °C erhitzen. Auf niedrige Stufe schalten, die ungeschälten Kartoffeln zugeben und 5 Minuten sieden lassen. Nach dieser Zeit die Temperatur des Wassers auf 72 °C einstellen (je nachdem mit kaltem oder siedendem Wasser) und 30 Minuten (recht große Kartoffeln 15 Minuten länger) auf dieser Temperatur halten. Gegebenenfalls öfters nachjustieren. Ich habe meine Kartoffeln auf diese Weise 35 Minuten vorgekocht.

2. Das Wasser abgießen und die Kartoffeln mit viel kaltem Wasser abschrecken. Auskühlen lassen.

3. Die Kartoffeln mit dem Sparschäler schälen. Zu Pommes der gewünschten Größe schneiden.

4. Von Hand gleichmäßig mit Öl überziehen, dann die Stärke aufsieben und gut mischen.

5. Den Ofen mitsamt dem Blech (am besten ein ganz flaches nehmen) auf 220 °C Umluft aufheizen. Die Kartoffeln nebeneinander (in militärischer Ordnung, Anweisung Robert!) auf einem Backpapier auslegen. Sie sollen sich nicht berühren.

6. Das Blech aus dem Ofen nehmen und das Backpapier mit den Pommes auf das Blech ziehen. In den Ofen geben und etwa 20 – 25 Minuten backen. Dabei die Tür etwa alle 5 Minuten kurz öffnen, damit der Dampf entweichen kann und die Pommes so richtig knusprig werden. Falls der Ofen ungleichmäßig bräunt, das Blech einmal wenden.

7. Die fertigen Pommes aus dem Ofen nehmen, salzen und heiß servieren.

Vertiefende Einblicke in die Pommes-Wissenschaft sind bei Robert nachzulesen. Angelacht hat mich jedenfalls auch die Idee, Versuche mit vorgekochten, eingeölten und gepuderten und dann tiefgekühlten Pommes zu starten. Das wäre doch superpraktisch!

Kommentare:

  1. Liebe Maria, ich bewundere dich! Ich weiß wieviele Pommes man bei Mann und Kindern braucht :-)

    Ich gestehe ich ess sie meist nur mehr auswärts, nur ganz selten mach ich sie selber und dann im Airfryer :-)

    Danke fürs Mitmachen
    lg. Sina

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    1. Im Airfryer werden sie auch gut! Mein Papa hat einen, und wenn wir bei ihm zu Besuch sind, ist eine der Attraktionen: Freiluft-Pommes-Backen! :-)
      LG Maria

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  2. dein Outfit ist wirklich perfekt zum Erdäpfel einlegen :-))
    deine Pommes sind es auch, ich mach nur wedges ohne Vorgaren, lg

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  3. Sei froh, dein Outfit ist meilenweit entfernt von meinen schlimmsten Teenie-Kleidersünden.

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    1. Du hast MEINE schlimmsten Outfit-Sünden noch nicht gesehen ;-)))))

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