Mittwoch, 29. Mai 2019

Auszeiten


Das Minimädel und ich allein in der Natur – so etwas gibt es gerade nicht sehr oft. Deshalb genießen wir unsere Auszeiten zu zweit auch sehr. Meine Tochter ist dann mein liebstes Beobachtungsobjekt. Ich schaue und höre ihr zu – und dabei gibt es erstaunlich viel zu entdecken. Wie erwachsen sie manchmal schon klingt. Und überhaupt: Der Wald, die Natur – ein großer, weiter Raum, in dem hemmungslos erzählt werden darf. Hier hat alles seinen Platz.

Ganz vergnügt werde ich, wenn sie zu naschen beginnt. Mmmh, mjam!, ruft sie dann und hüpft zur Fichte auf der anderen Seite des Weges, um ein paar Maiwipferl zu ernten, die sie dann genüsslich knabbert. Sie pflückt eine Taubnessel und saugt den süßen Nektar aus den Blüten. Sie liebt Sauerklee! Und habt ihr schon mal Knäuelgras probiert? Wenn ihr beherzt, aber vorsichtig den Stängel aus seinem Schaft zieht, bleibt er ganz – und der untere Zentimeter davon schmeckt wunderbar fein und knackig…

Ach, meine Kleine – diese Momente, knäuelgraskauend an deiner Seite … Das ist quality time at it‘s best!



Maiwipferlsirup

Maiwipferl, die jungen, hellgrünen Triebe von Fichten oder Tannen, sind, zu Sirup verarbeitet, bekannte und bewährte Hausmittel bei Husten und Atemwegsbeschwerden. Er kann dazu pur eingenommen oder zum Süßes von Hustentee verwendet werden. Der Sirup hat aber noch ganz andere Qualitäten: Er schmeckt zum Beispiel ganz phantastisch im Obstsalat oder Dressing!
Beim Sammeln bitte darauf achten, wertschätzend mit der Pflanze umzugehen – pro Baum nur ein paar wenige Triebe ernten, um ihm nicht zu schaden!

Zutaten

1 Doppelhandvoll Maiwipferl
etwa 250 ml Wasser
etwa 250 g Kristallzucker
1 – 2 Messerspitzen Zitronensäure

1. Die Maiwipferl verlesen und in ein Schraubglas geben. Mit Wasser knapp bedecken.

2. Drei bis vier Tage an einem warmen Ort ziehen lassen – dabei täglich mehrmals durchschütteln, damit sich kein Schimmel bildet.

3. Die Maiwipferl samt Wasser in einen Topf geben und aufkochen lassen. 5 - 10 Minuten köcheln lassen, dann abseihen und gut ausdrücken.

4. Die Flüssigkeit abwiegen und zurück in den gesäuberten Topf geben. Gleich viel Zucker dazu wiegen. Wieder aufkochen und weitere 5 Minuten köcheln lassen.

5. Vom Herd nehmen, die Zitronensäure dazu geben und verrühren.

6. Den Sirup in eine saubere Flasche abfüllen und kühl aufbewahren.


Für einen Maiwipferl-Erdbeersalat 500 g Erdbeeren verlesen, waschen und in Stücke schneiden. Mit 4 EL Maiwipferlsirup und 1 EL Zitronensaft vermengen (wer mag, hebt zusätzlich noch ein oder zwei fein gehackte Maiwipferl unter) und 10 Minuten ziehen lassen. Mit Eis anrichten und mit frischen Maiwipferln garnieren. (Menge reicht für 4 Portionen.)

Kommentare:

  1. Ich nasche die kleinen!! Maiwipferl auch gern, die schmecken so schön zitronig-herb. Dein tolles Siruprezept ist schon gespeichert, ich werde es gleich umsetzen, wenn ich wieder in meinen Wald komme!!
    lg

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