Mittwoch, 21. November 2018

Rezeptesammlung mit Zuckerschock


Kleine Kinderhände wollen beschäftigt werden – mitunter auch mit Knabbereien, die selbstgemacht – wie immer – viel besser sind und schmecken. Da kann sich die ausprobierfreudige Mama so richtig austoben und mit verschiedenen Mehlen spielen, Vollkornanteile einbauen, den Salz- und Zuckergehalt kontrollieren und vor allem vermeiden, schon die Kleinsten mit Aromastoffen und Palmöl zu belästigen.

Beim Sichten meines Archivs bin ich auf erschreckend viele Rezepte gestoßen, die immer noch darauf warten, veröffentlicht zu werden. Und als ich die Fotos dazu sah: Zuckerschock. Was waren meine Babys süß. Der kleine Rotschopf übrigens stammt nicht aus eigener Produktion. Das ist einer meiner Neffen – und ebenfalls zum Fressen niedlich!



Bananenbutterkekse

Also die haben auch mir ganz vorzüglich geschmeckt … Und sie lassen sich durch das Loch in der Mitte prima halten. Ich habe hier gelbe Mehlsorten verwendet, weil sie so gut zum Thema Banane passen. Frisch sind sie knusprig, später werden sie weich.

Zutaten für 2 Bleche

2 reife Bananen
2 EL Cashewmus
3 EL weiche Butter
125 g Maismehl
125 g glattes Kamutmehl

1. Die Bananen mit dem Cashewmus und der Butter pürieren. Die beiden Mehlsorten untermengen und alles zu einem glatten Teig vermischen.

2. Teig in Frischhaltefolie wickeln und etwa 1 Stunde im Kühlschrank rasten lassen.

3. Auf der bemehlten Arbeitsfläche etwa 4 mm dick ausrollen und Formen ausstechen. Ich habe runde Kekse ausgestochen und in der Mitte noch ein kleines Herz.

4. Die Kekse auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech im vorgeheizten Ofen bei 180 °C etwa 12 Minuten backen.

5. Auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

Rezeptquelle: Nach einem junika-Rezept.


Knabberstangerl

Das ist ein ähnliches Rezept wie jenes für die Bananenbrotstangerl. Statt Karotte kommt hier allerdings Apfel in den Teig. Der Teig ist sehr weich, deshalb kann mit reichlich Mehl auf der Arbeitsfläche gearbeitet werden.

Zutaten für 1 Blech (20 – 25 Stück)

1 Apfel
50 ml Rapsöl
1 kleine reife Banane
125 g glattes Dinkelmehl
125 g Vollkorndinkelmehl

1. Den Apfel vierteln und das Kerngehäuse entfernen. In Stücke schneiden.

2. Apfelstücke mit Rapsöl und Banane pürieren und mit den beiden Mehlsorten vermischen.

3. Aus dem Teig kleine Stangerl formen.

4. Die Stangerl auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen und im vorgeheizten Ofen bei 180 °C Ober-/Unterhitze etwa 25 Minuten backen.

5. Auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

Rezeptquelle: backen macht glücklich.


Bananenbrotstangerl

Diese Stangerl waren bei meinen Kindern sehr beliebt. Sie sind nach dem Backen schön knusprig, dann wird die Rinde weich. Super zum Einfrieren geeignet!

Zutaten für 1 Blech (24 Stück)

125 g glattes Dinkelmehl
125 Vollkorndinkelmehl
1 Banane, zerdrückt
1 mittelgroße Karotten, fein gerieben
1 TL geschroteter Leinsamen
50 ml Rapsöl
40 ml Wasser

1. Aus den angegebenen Zutaten einen Teig kneten, daraus 24 Stangerl formen.

2. Die Stangerl auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen und im vorgeheizten Ofen bei 200 °C Ober-/Unterhitze etwa 20 – 25 Minuten backen.

3. Auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

Rezeptquelle: Junika.


Zitronenkekse

Diese Kekse sind weder besonders süß noch salzig – eine schlichte Knabberei für zwischendurch. Die schöne gelbe Farbe ist ein Hingucker!

Zutaten für 1 Blech

125 g Maismehl
70 g glattes Weizenmehl
Saft und Schale von 1 Zitrone
1 EL Honig
1 Ei
1 TL Backpulver
50 g weiche Butter
1 Prise Salz
ein klein wenig Braunzucker

1. Alle Zutaten bis auf den Braunzucker zu einem glatten Teig verkneten. Eine Kugel formen, in Frischhaltefolie wickeln und mindestens 30 Minuten im Kühlschrank rasten lassen.

2. Den Teig auf der mit Maismehl bestreuten Arbeitsfläche etwa 4 mm dick ausrollen und Formen ausstechen. Wer mag, streut noch ein wenig Braunzucker darüber und drückt den Zucker leicht an.

3. Die Kekse auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen und im vorgeheizten Ofen bei 180 °C Ober-/Unterhitze etwa 15 – 20 Minuten backen.

4. Auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.


Babykekse mit Mandelmus

Dieses Rezept ähnelt den Bananenbutterkeksen – und schmeckt genauso gut. Der Teig ist eher weich, weshalb beim Ausrollen nicht mit Mehl gespart werden muss. Dem Originalrezept hab ich noch etwas Vanille und etwas mehr Mehl beigefügt.

Zutaten für etwa 1,5 Blech

2 reife Bananen
2 EL Mandelmus
4 EL Butter
5 EL Haferflocken
200 g Vollkornmehl
¼ TL Vanillepulver

1. Das Backrohr auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.

2. Bananen mit Mandelmus und Butter pürieren.

3. Die Haferflocken dazugeben und nochmals gut durchpürieren.

4. Mehl und Vanillepulver unterheben.

5. Den Teig auf der gut bemehlten Arbeitsfläche etwa 5 – 6 mm dick ausrollen und Formen ausstechen.

6. Die Kekse auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech verteilen und im vorgeheizten Rohr in etwa 20 – 25 Minuten hell backen.

7. Auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.

Rezeptquelle: Die kleine Botin.


Körndlbrezerl

Kinderhände lieben Brezerl! Sie halten sich gut verschlossen einige Tage, lassen sich aber auch super einfrieren.

Zutaten für 16 Stück

70 g Leinsamen
70 g Sonnenblumenkerne
125 g Topfen
200 g Weizenvollkornmehl
3 EL Rapsöl
½ TL Salz
1 Ei
5 g frische Hefe
100 ml Wasser oder Hafermilch

1. Leinsamen und Sonnenblumenkerne schroten.

2. Aus den angegebenen Zutaten einen eher weichen Teig kneten. Abdecken und etwa 4 Stunden gehen lassen. [Soll es schneller gehen, die doppelte Menge Hefe nehmen – dann verkürzt sich die Gehzeit auf etwa 2 Stunden.]

3. Den Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche geben, zu einer Rolle formen und in 16 Stücke teilen.

4. Jedes Teigstück zu einem etwa 25 cm langen Strang ausrollen, zu einer Brezel formen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen.

5. Abdecken und nochmals etwa 1 Stunde gehen lassen.

6. Mit Wasser bepinseln und im vorgeheizten Rohr bei 190 °C Ober-/Unterhitze etwa 20 – 25 Minuten lang backen.

7. Auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.


Knautschkekse

Diese Kekse sind trocken, aber schön knautschig. Mit ihnen lassen sich beispielsweise auch Obstbreireste gut verwerten. Sie sind mehr für die ganz Kleinen geeignet, größere Kinder mögen sie nicht mehr so (zumindest meine nicht).

Zutaten für 16 Stück

50 g feine Haferflocken
160 g Fruchtmus (hier kann frisches Obstmus oder auch Mus aus dem Gläschen verwendet werden)

1. Haferflocken mit Fruchtmus vermischen und kleine Häufchen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech setzen (etwa 1 gehäufter TL pro Keks).

2. Die Kekse im vorgeheizten Backofen bei 160 °C Ober-/Unterhitze etwa 20 Minuten lang backen, bis sie sich trocken anfühlen.

3. Auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.

Nach diesem Rezept.


Honigsüße Knabberbrötchen

In unerhitzter Form soll Honig erst nach dem ersten Lebensjahr gegeben werden (Stichwort Säuglingsbotulismus). Hier wird er mitgebacken – und schadet daher sicher nicht. Die Rezeptautorin empfiehlt die Brötchen ab dem 10. Lebensmonat. Sie schmecken auch am nächsten Tag noch sehr gut, lassen sich aber ebenfalls, gerade einmal abgekühlt, gut einfrieren.

Zutaten für 30 Stück (= 3 Bleche)

Für den Teig
200 ml Vollmilch
80 g Butter
3 EL Honig
250 g glattes Mehl
250 g Vollkornmehl
1 Päckchen Trockenhefe oder 20 g frische Hefe
1 Ei
1 kräftige Prise Salz

Zum Bestreichen
1 Ei

1. Vollmilch und Butter in einen Topf geben und lauwarm erwärmen.

2. Alle Teigzutaten zu einem glatten und geschmeidigen Germteig verarbeiten, abdecken und an einem warmen Ort etwa 90 Minuten gehen lassen.

3. Den Teig auf die unbemehlte Arbeitsfläche kippen und in 30 Teile teilen. [Wem 30 Stück zu viel sind, der halbiert den Teig – aus einer Teighälfte werden 15 Knabberbrötchen, aus der anderen ein Dreistrangzopf fürs Sonntagsfrühstück.]

4. Jedes Teigstück zu einem 8 – 10 cm langen Strang ausrollen. Den Strang mit Hilfe der beiden Handkanten dritteln und tiefe Einkerbungen formen.

5. Die Teigstücke auf mit Backpapier ausgelegte Bleche legen und mit einem Küchentuch abdecken. 30 Minuten rasten lassen.

6. In der Zwischenzeit das Backrohr auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.

7. Die Teigstücke mit verquirltem Ei bestreichen und in etwa 10 – 12 Minuten goldbraun backen.

8. Auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.

Rezeptquelle: Nach einem Rezept aus dem Buch Kochen für Kinder von Dagmar von Cramm.


Babywaffeln

Waffeln lassen sich von Babyhänden sehr gut halten – und werden gerne gegessen. Von diesen köstlichen Babywaffeln war vor allem angetan: Das Minimädel.
Mit etwas Obst wird eine schöne Mahlzeit daraus. Übrig gebliebene Waffeln werden übrigens wieder knusprig, wenn man sie nochmals kurz in den Toaster steckt.

Zutaten für etwa 8 kleine Waffeln

60 g weiche Butter
1 Ei
120 ml Vollmilch
1 Prise Salz
60 g feiner Dinkelgrieß
60 g Dinkelmehl
1 Apfel

1. Butter, Ei und Milch auf Raumtemperatur bringen. Den Apfel mit der Schale fein reiben.

2. Butter mit Ei, Salz, Dinkelgrieß und Dinkelmehl verrühren. Die Milch dazugeben und glattrühren. Zum Schluss noch den geriebenen Apfel unterheben.

3. Das Waffeleisen vorheizen und aus dem Teig ohne weitere Fettzugabe kleine knusprige Waffeln ausbacken.

4. Die Waffeln auf einem Kuchengitter überkühlen lassen und noch warm servieren.

Rezeptquelle: Frau Shopping.

Kommentare:

  1. Ich würd am liebsten gleich zum Backen anfangen, die Kekserl sind definitiv nicht nur für die Kleinsten!! Soo süße Bilder! lg

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  2. Hier ist alles niedlich: die Bilder, die Babys und die feinen Leckerchen. Bei dir möchte ich gerne Kind sein.
    Liebe Grüße
    Sigrid

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  3. oh, diese Rezeptesammlung kommt genau richtig! Unser Minimädel greift jetzt nämlich gerne beim Naschwerk zu und insofern gibt's dieses Jahr "gesunde" Weihnachtsbäckerei. Danke für diese tolle Sammlung

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  4. Das sieht ja toll aus - schöne Bilder vor Allem!
    Werde auf jeden Fall einiges ausprobieren in der Weihnachtszeit(:

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  5. Jessas, was hast du da für einen entzückenden Rotschopf! Ganz herzallerliebst.
    Und die Kekse klingen natürlich auch toll.

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