Donnerstag, 11. Oktober 2018

CCCC


Mama!
Die Mutter vom Tobias, die hat heute Schokokekse mitgebracht, die schauen genauso aus wie deine!
Aber sie schmecken so viel besser…

Ach, Freud und Leid, sie liegen eng beieinander. So eng, dass sie eigentlich nicht mehr nebeneinander, sondern übereinander liegen. Niemand weiß das besser als eine täglich kochende Mutter. Eine Mutter wie ich. Aber hey, diesen Spruch des Minimädels konnte ich nun wirklich nicht auf mir sitzen lassen. Bei meiner Ehr‘! Herausforderung angenommen: Auf zur Chocolate Chip Cookie Challenge!


Gesunde Schoko-Cookies

Diese Kekse habe ich völlig arglos gebacken, einfach so, um meinen Kindern eine Freude zu bereiten. Vor über 10 Jahren habe ich sie das erste Mal zubereitet, zur Weihnachtszeit, und damals so viel Lob und Rezeptnachfragen geerntet, dass ich mir sicher war, sie würden meinen Kindern schmecken. Haben sie ja auch … bis die Mama vom Tobias … ach, eh schon wissen!

Zutaten für ziemlich viele Cookies (etwa 6 – 8 Bleche)

400 g Braunzucker
250 g weiche Butter
3 Eier
100 ml Schlagobers
150 g Naturjoghurt
500 g glattes Dinkelmehl
1,5 TL Backpulver
1 Prise Salz
½ TL Vanillepulver
200 g dunkle Schokolade oder Schokotropfen

1. Das Backrohr auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.

2. Braunzucker mit Butter schlagen, bis die Masse hell und cremig wird.

3. Die Eier nach und nach dazugeben.

4. Schlagobers und Naturjoghurt unterrühren.

5. Mehl mit Backpulver, Salz und Vanillepulver mischen und ebenfalls unterrühren.

6. Zum Schluss noch die grob gehackte Schokolade oder die Schokotropfen unterheben.

7. Bleche mit Backpapier auslegen.

8. Mit Hilfe eines Eisportionierers Kugeln auf das Backpapier setzen, dazwischen etwas Abstand lassen.

9. Die Bleche nacheinander in den Ofen geben und die Cookies etwa 12 Minuten lang goldbraun backen.

10. Auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.

Nach einem Rezept von Brigitte Bregenzer, entdeckt in der orf nachlese.


Chocolate Chip Cookies – My way

Nach dem niederschmetternden Befund des Minimädels war mein Ehrgeiz geweckt. Ich wollte superköstliche Schoko-Cookies backen, aber gleichzeitig beweisen, dass es auch etwas vollwertiger geht. Herausgekommen sind Kekse ganz nach meinem Geschmack – durchaus süß, aber nicht zu sehr, ein kleiner Vollkornanteil – und extraknusprig durch das Reismehl. Eindeutig meine Favoriten! Als ich das Minimädel knabbern sah, wusste ich jedoch: Es ist noch Luft nach oben…

Zutaten für etwa 24 Stück (2 Bleche)

70 g glattes Weizenmehl
70 g Weizenvollkornmehl
70 g Reismehl
½ TL Natron
1 kräftige Prise Salz
110 g weiche Butter
120 g Zucker
1 TL Vanillezucker
1 Ei
150 g Schokotropfen oder grob gehackte dunkle Schokolade

1. Die Mehlsorten mit Natron und Salz mischen.

2.  Butter mit Zucker und Vanillezucker hell und cremig schlagen.

3. Das Ei unterrühren.

4. Die Mehlmischung dazugeben und alles zu einem glatten Teig verarbeiten.

5. Zum Schluss noch die Schokolade unterheben.

6. Die Masse für etwa 1 Stunde in den Kühlschrank geben.

7. Das Backrohr auf 190 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.

8. Aus dem Teig mit feuchten Händen Kugeln von etwa 3 cm Durchmesser formen, diese mit etwas Abstand zueinander auf zwei mit Backpapier ausgelegte Bleche setzen und etwas flach drücken.

9. Die Bleche nacheinander in den Ofen geben, die Kekse in etwa 12 – 15 Minuten goldbraun backen.

10. Auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

Abgewandelt nach einem Rezept aus dem Buch Muffins, Bagels, Cookies & Co von Karlene T. Stecher.


Die Chocolate Chip Cookies von Tobias‘ Mama

So hab ich mich also durchgerungen und die Mama vom Tobias nach ihrem Rezept gefragt. Voilà, hier ist es – und wie nicht anders zu erwarten, waren natürlich das die Favoriten meiner Kinder.

Zutaten für etwa 20 Stück (etwa 1 Blech)

100 g weiche Butter
70 g Braunzucker
30 g Zucker
1 EL Vanillezucker
1 Ei
¼ TL Salz
200 g Weizenmehl universal
1 TL Backpulver
1 TL Natron
100 g Schokotropfen oder grob gehackte dunkle Schokolade

1. Butter mit Braunzucker, Zucker und Vanillezucker hell und schaumig rühren.

2. Ei und Salz dazugeben und einarbeiten.

3. Mehl mit Backpulver und Natron vermischen und unter den Abtrieb rühren.

4. Zum Schluss die Schokolade unterheben.

5. Aus dem Teig eine Rolle von etwa 4 cm Durchmesser formen, diese in Frischhaltefolie wickeln und etwa 1 Stunde im Kühlschrank rasten lassen.

6. Den Backofen auf 160 °C Heißluft vorheizen.

7. Von der Teigrolle Scheiben von etwa 1 – 1,5 cm Dicke abschneiden. Die Teigscheiben auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech setzen, dabei etwas Abstand zueinander lassen.

8. Das Blech in den Ofen geben und die Kekse in etwa 12 – 15 Minuten goldbraun backen.

9. Auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.



Was ich daraus lerne? Geschmäcker sind verschieden. Und: Es ist nicht schlimm, zu scheitern. Wichtig ist, nach Niederlagen wieder aufzustehen – und Tobias‘ Mama um ihr Rezept zu fragen …

Chocolate Chip Cookies – Good to know

* Cookies sind direkt nach dem Backen weich und werden erst nach dem Auskühlen fest und knusprig. Damit sie auch an der Unterseite knusprig werden, sollten sie immer auf einem Kuchengitter auskühlen.
* Am schönsten werden die Cookies, wenn man den Teig im Kühlschrank rasten lässt, bis er fest genug ist, um daraus Kugeln zu formen. Diese Kugeln auf das Blech legen und NICHT flach drücken.
* Cookies schmecken dunkler gebacken besser als heller gebacken.
* Ungebackener Cookie-Teig eignet sich hervorragend zum Einfrieren: Den Cookie-Teig zu Kugeln formen und einfrieren. Bei Bedarf die Kugeln direkt aus dem Tiefkühler auf ein Backblech legen und im vorgeheizten Rohr backen. Gegebenenfalls erhöht sich die Backdauer leicht.

Kommentare:

  1. Hö, hö... Deine Geschichte kommt mir irgendwie bekannt vor. Ich war immer sehr stolz auf meinen Apfelkuchen bis zu dem Tag, als die ganze Familie zwecks Geburtstagsessen in einem "besseren" Restaurant versammelt war. Zum Nachtisch gab es ein Stück Apfelkuchen, den ich sosolala fand. Meiner Meinung nach hätte er weniger Backpulver, dafür aber mehr Geschmack und Backzeit vertragen können. Der Lieblingsneffe hingegen krähte über den ganzen Tisch hinweg: Dieser Kuchen ist sowas von genial, so gut wird dein Apfelkuchen nie werden. In dem Moment hätte ich ihn gerne zur Adoption frei gegeben... ;-)

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  2. 6-8 Bleche SchoggiGutzi ist natürlich eine tolle Ansage.... Kinder kommen einfach am besten draus.
    Herzlich
    Bea

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  3. Liebe Maria,
    wie schön, dass die Geschmäcker verschieden sind ..... so, das war die großzügigen Haltung, hahaha, dabei kann das manchmal recht leidvoll sein ......, kenne ich aus eigener Erfahrung. Aber was soll es, machen wir weiter, genauso wie du es beschrieben hast.
    Liebe Grüße
    Sigrid

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  4. Zum Glück sind Geschmäcker verschieden! Sonst würde ich den Austernliebhabern vielleicht ab und zu eine wegessen, aber so bleiben ihnen alle. Deine Cookies hingegen würde ich wohl in allen Varianten mögen.

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    1. Bei den Austern bin ich voll bei dir, Susi! Bei den Cookies auch ;-)
      Alles Liebe!

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  5. Haha, Kindermund und so... meine Schwester und ich haben zum Glück erst im Erwachsenenalter bemerkt, dass es wesentlich bessere Apfelkuchen gibt als den von unserer Mama. Sie hat es nie erfahren, wir haben die trockenen Stückchen mit gut gefakeder Begeisterung runtergewürgt..

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