Donnerstag, 9. August 2018

Erstaunlich


Dieses Selbstbewusstsein, das die Jugend von heute an den Tag legt … erstaunlich.


Wenn einer mit seinem Handy gerne Portraits fotografiert, fotografiert er gleich professionell. Wer ein Rezept nachkocht und zum Schluss noch eine Kirsche obendrauf setzt, hat das Rezept entwickelt. Und diese feste Überzeugung, dass es andere Menschen interessiert, wo man gerade ist, was man gerade macht, wie man gerade aussieht! Tsss, Bescheidenheit wär manchmal eine Zier …



Andererseits … Nun ist es also so weit: Ich rede über die Jugend. Pfff … Heißt also: Ich gehör nicht mehr dazu. Und ebenso, wie das Minimädel gestern gemeint hat, sie wär zurzeit Mittklässlerin (weil nicht mehr in der zweiten und noch nicht in der dritten Klasse), so fühl auch ich mich grad ein wenig zwischen den Stühlen: Nicht mehr jung, noch nicht alt… Seltsam ist das schon.


Deshalb: Ab unter die Beerensträucher! Das wohltuende Gefühl der Alterslosigkeit lässt sich dort ganz besonders gut spüren.


Vanilleeis mit Jostabeeren

Jostabeeren, die Kreuzung aus Johannisbeeren und Stachelbeeren, habe ich erst vor wenigen Jahren für mich entdeckt, was im Nachhinein betrachtet ebenfalls erstaunlich ist – bei diesem Wahnsinns-Aroma! Die Idee zu diesem wunderbaren Eis kam mir beim Blättern im Buch Ein Jahr auf Fern Verrow von Harry Astley und Jane Scotter, das Rezept hab ich mir dann selbst zusammengeschustert.

Zutaten für etwa 12 – 15 Kugeln

Für die Vanillemasse
150 ml Schlagobers
300 ml Vollmilch
150 g Mascarpone
70 g Zucker
½ TL Johannisbrotkernmehl
1 TL Vanillepulver
1 TL Vanilleextrakt

Für das Jostabeerenpüree
100 g Zucker
200 g Jostabeeren

1. Für die Vanillemasse das Schlagobers steif schlagen. Die restlichen Zutaten glattrühren, dann das Schlagobers unterziehen. Die Masse kaltstellen.

2. Jostabeeren und Zucker gemeinsam mit einem Schuss Wasser in einen kleinen Topf geben und aufkochen lassen. Bei kleiner Hitze zugedeckt köcheln lassen, bis die Beeren aufplatzen. Die Beerenmasse pürieren, durch die Flotte Lotte passieren und ebenfalls kaltstellen.

3. Die gut durchgekühlte Vanillemasse in der Eismaschine gefrieren. Sobald sie fest geworden ist, das kalte Beerenpüree in dünnem Strahl in die laufende Maschine gießen und das Eis damit marmorieren. Nicht zu lange weiterrühren, damit die Beerenmasse noch schlierenartig sichtbar bleibt.

4. Das fertige Eis in einen Kunststoffbehälter füllen, gut verschließen und zum Festwerden noch etwa 2 Stunden in den Tiefkühler stellen.


Kommentare:

  1. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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  2. "Sobald du in deiner Bürste weisse Haare findest, weisst du, dass du uralt bist." Mit dem Spruch habe ich früher immer meine ältere Verwandtschaft geneckt. Allerdings ist das Sätzlein nicht mehr ganz so lustig, wenn man seit etwa drei Jahren selber weisse Haare aus der Bürste zupfen muss...

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    1. Haha, ja genau ... Die weißen Haare finde ich allerdings schon länger, das liegt wohl in den Genen ;-)))

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