Dienstag, 24. Juli 2018

Wolke 7


Hier stand einst ein Zitat und weil das nun nicht mehr da steht, um einem Rechtsstreit zu entgehen, kennt sich im Folgenden keiner mehr aus. Sowas.

Na das will ich doch hoffen, dass ich da daheim bin, wenn ich diese himmlische Torte auf den Nachmittagskaffeetisch zaubere. Stellt euch das bloß mal vor: Ich würde sie backen – und dann wär ich nicht da! Ewig schad.


Vanille-Marille-Wolke

Da kann nix schiefgehen, wenn reife Marillen auf zartes Biskuit, Brandteigkrapferl und Vanille treffen – eine wirklich köstliche Torte! Im Vergleich zum Originalrezept habe ich den Zuckeranteil etwas reduziert. Die Mengen für die Brandteigkrapferl ergeben übrigens weit mehr, als für die Torte dann gebraucht werden – was aber unerheblich ist, denn Brandteigkrapferl führen bei uns ein sehr kurzes Dasein: Schwupps und weg! Ich denke, die gefüllten Krapferl lassen sich wohl auch prima einfrieren – so habe ich jederzeit eine elegante Begleitung zum Kaffee parat!
Mit Qimiq arbeite ich übrigens sehr selten, in diesem Fall hier hat es (mir) aber ganz gut gepasst.

Zutaten für eine Torte (26 cm Durchmesser)

Für die Brandteigkrapferl
250 g Wasser
80 g Butter
1 Prise Salz
10 g Zucker
170 g Mehl
5 Eier

Für das Biskuit
3 Eier
90 g Zucker
1 Prise Salz
1 TL Vanillezucker
Abrieb von ½ Zitrone
60 g Mehl
30 g Stärkemehl
20 g neutrales Öl

Für die Marillencreme
6 Blatt Gelatine
500 g Obers
250 g Marillenmark
75 g Zucker
Saft von 1 Zitrone

Für die schnelle Vanillecreme
250 g Obers
250 g Vanille-Qimiq
70 g Zucker
1 Messerspitze Vanillepulver

1. Für die Brandteigkrapferl Wasser mit Butter, Salz und Zucker aufkochen. Das Mehl auf einmal zugeben und mit einem Kochlöffel ordentlich rühren, bis ein Teigklumpen entsteht, der sich vom Topfrand löst und sich am Topfboden ein weißer Belag gebildet hat. Vom Herd nehmen und kurz überkühlen lassen. Dann nach und nach die Eier einarbeiten. Das nächste Ei immer erst dann zugeben, wenn wieder ein homogener Teig entstanden ist.

2. Den Backofen auf 190 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.

3. Den Brandteig in einen Spritzsack mit glatter Tülle füllen und ein Backblech mit Backpapier auslegen. Tupfen vom Durchmesser einer 1 Euro-Münze aufdressieren. Die Brandteigkrapferl im vorgeheizten Rohr bei 185 °C in 25 – 30 Minuten (besser länger als kürzer backen!) hellbraun und knusprig ausbacken. Das Backrohr ausschalten, einen Köchlöffelstiel in die Ofentüre klemmen, damit der Dampf entweichen kann. Die Krapferl im Ofen auskühlen lassen.

4. Den Backofen wieder vorheizen, diesmal auf 200 °C Ober-/Unterhitze.

5. Für das Biskuit die Eier mit Zucker, Salz, Vanillezucker und Zitronenschale hellcremig aufschlagen. Mehl und Stärkemehl mischen und über den Eierschaum sieben. Gemeinsam mit dem Öl vorsichtig unterziehen.

6. Den Boden einer Springform mit Backpapier auslegen, den Teig einfüllen und glattstreichen. Im vorgeheizten Rohr etwa 20 Minuten backen. Aus dem Ofen nehmen, kurz überkühlen lassen, aus der Springform lösen, auf ein Kuchengitter stürzen, das Backpapier abziehen und auskühlen lassen.

7. Für die Marillencreme die Gelatine in kaltem Wasser einweichen. Das Obers steif schlagen und kühlstellen. Marillenmark mit Zucker verrühren. Zitronensaft erwärmen und die Gelatine darin auflösen. Einige Esslöffel vom Marillenmark mit der Gelatine im Topf glattrühren, dies dann zum restlichen Marillenmark geben und gut vermischen. Die Masse kaltstellen.

8. Für die Vanillecreme das Obers steif schlagen. Qimiq mit Zucker und Vanillepulver glattrühren. Das Obers unterziehen. Die Vanillecreme in einen Spritzbeutel mit spitzer Tülle füllen und die Brandteigkrapferl damit füllen.

9. Sobald die Marillenmasse zu gelieren beginnt, das steif geschlagene Obers unterheben.

10. Zusammensetzen: Den Biskuitboden auf eine Tortenplatte legen und mit einem verstellbaren Tortenring umschließen. Die Hälfte der Marillencreme darauf geben und verstreichen. Nun mit gefüllten Brandteigkrapferln belegen und die Krapferl vorsichtig in die Creme drücken. Mit der restlichen Marillencreme auffüllen, die Krapferl sollen dann nicht mehr sichtbar sein. Oberfläche glattstreichen.

11. Die Torte für mehrere Stunden oder auch über Nacht einkühlen, bis die Creme fest geworden ist.

12. Die Torte mit drei (oder auch mehr) bezuckerten Brandteigkrapferln, Blüten und Zitronenmelisse garnieren.


Das Rezept stammt aus dem Buch Wild backen von Eveline Wild.

Kommentare:

  1. Wer will da nicht sofort nach einer Gabel greifen? Ein duftiger Kuchen!
    Und Maria, hab' acht mit Karl Valentin-Zitaten - ich hatte zufällig vor Jahren mitbekommen, wie eine Bloggerin deshalb Ärger mit einem Anwalt der Erben hatte...

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    1. Danke für den Hinweis ... ist korrigiert, liebste Micha! Eigentlich ziemlich bescheuert, aber gut ...

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    2. ziemlich sehr bescheuert sogar - aber anscheinend haben die Erben keine andere Geldbeschaffungsidee...

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  2. Schaut köstlich aus �� am liebsten würde ich sie auf der Stelle nachbacken. Marillenmark sind pürierte Marillen?
    Vielen Dank für deine wunderbaren Anregungen,
    Deine treue Leserin Silvia

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    1. Genau, pürierte Marillen, liebe Sylvia! :-)))

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  3. Bitte streich das Zitat von Karl Valentin, auch wenn es noch so passt. Seine Sprüche sind urheberrechtlich geschützt und im dümmsten Fall flattert dir deswegen noch eine Abmahnung ins Haus.

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    1. Zur Rechtslage: https://www.sueddeutsche.de/muenchen/karl-valentin-mit-dem-tod-ist-noch-lange-nicht-schluss-1.3859684

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    2. Danke du liebe fürs Aufpassen und Mitdenken :-)))

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  4. sehr tolle Torte!! Du hast offenbar das Backbuch von Eveline Wild... lohnt sich der Kauf?
    lg

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    1. Ja, ich habs! :-)
      Schwer zu sagen ... es zählt jetzt nicht zu meinen ganz großen Favoriten, ist aber auf jeden Fall eine Überlegung wert ...
      Sorry fürs späte Antworten, Friederike! Liebe Grüße!

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