Samstag, 30. Juni 2018

Kamille zur Beruhigung


Liebt ihr die Geschichten von Janosch auch so sehr wie ich? Ehrlich, ich bräuchte keine Kinder als Rechtfertigung, um mich abends mit einem seiner Werke gemütlich auf der Couch einzukuscheln. Bei Liebeskummer Apfelmus: Hab ich einer Freundin geschenkt, hat funktioniert. Mutter sag, wer macht die Kinder?: Noch nie war Aufklärung so lustig, also, ähm, für mich - bisher habe ich es allerdings noch nicht gewagt, das Buch dem Minimädel vorzulegen. Das Apfelmännchen: Eine rührende Lieblingsgeschichte. Ebenso wie: Bärenzirkus Zampano.

Kürzlich allerdings, da hat mich Janosch überrumpelt – und einigermaßen verstört zurückgelassen. Wer rechnet denn mit sowas? Ahnungslos las ich den Kindern die Geschichte vor vom Frosch und der Maus. Es geht darin um ein ungleiches Paar, das sich trotz aller Unterschiede sehr ineinander verliebt. Sie führen eine erfüllte Beziehung, bis sich die Angst in ihr Leben schleicht: Die Angst, den anderen zu verlieren. So beschließen sie, ihre Hände zusammenzubinden, um dem anderen nicht verloren zu gehen. Das sorgt zwar für mehr emotionale Sicherheit, aber auch für einiges an Schwierigkeiten. Und es wäre keine Janosch-Geschichte, wäre nicht auch bald das andere Händepaar, wären nicht bald sowieso alle Gliedmaßen aneinandergebunden. So leben sie dann. Und sterben kurz darauf. Ende der Geschichte. Schluck.

Die Kinder nahmen diese Tragik sehr gelassen hin, tiefenentspannt geradezu. Das Sonderbare und Wunderbare ist nicht imstande, ein Kind zu verwirren. Weil Kinder wie Fliegen durch ihre Jahre schwirren. – Nicht wissend, wo sie sind (Joachim Ringelnatz). Und irgendwann hab ich mich dann auch wieder beruhigt.



Erdbeer-Frozen Yogurt mit Kamille

Erdbeere, Kamille, Zitrone, Vanille – diese Kombination von Aromakomponenten zaubert ein großartig schmeckendes Eis hervor, das großen Anklang bei uns fand. Vor allem die Idee, Erdbeerwürfelchen ins Eis zu mischen, ist spitze!

Zutaten für etwa 8 Kugeln

200 g Erdbeeren
35 g Honig (oder Ahornsirup oder Agavensirup)
2 - 3 g getrocknete Kamillenblüten
1 TL Vanillezucker
400 g Vollmilchjoghurt
1 Messerspitze Johannisbrotkernmehl
Schale von ½ Zitrone
1 TL Zitronensaft

1. ¼ der Erdbeeren in kleine Würfelchen schneiden und beiseitelegen.

2. Die restlichen Erdbeeren mit den restlichen Zutaten sehr fein pürieren.

3. Die Eisgrundmasse in den Kühlschrank stellen, bis sie gut durchgekühlt ist, dann in der Eismaschine gefrieren.

4. Nach dem Gefrieren noch für ein bis zwei Stunden zum Festwerden in den Tiefkühlschrank geben.


Nach einem Rezept aus dem Buch My New Roots von Sarah Britton.

Kommentare:

  1. Ach, ich bin auch der Typ, der immer ein nettes Ende haben möchte. Leider ist das Leben nicht immer so gestrickt. Gut, dass wir die Kamille haben, die beruhigt enorm und wenn sie dann noch in einem köstlichen Erdbeereis versteckt ist, dann ist der Himmel wieder voller Geigen.
    Liebe Grüße
    Sigrid

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  2. Echt, so etwas macht der Janosch? Das fände ich auch heftig, wenn man mitten im Lesen ist und auf einmal kommt so etwas!
    Kinder sind oft gefasster als man selber.

    Dein Eis bewundere ich wieder einmal von der Weite, weil noch immer keine Eismaschine hier wohnt - vor allem der Platz dafür fehlt.

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    1. Ja, der macht das! Ich war richtig schockiert ;-)))
      Du solltest dir jetzt aber doch mal eine Eismaschine zulegen, ha? Die kommt bestimmt irgendwo unter :-)
      Liebe Grüße ...

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  3. Schön... alles zusammen... wollte ich schon längst mal wieder hier gesagt haben!
    Und das Leben und das Wunderliche gehören untrennbar zusammen - alles andere ich tot oder scheintot ;-)
    liebe und sonnige Grüße...

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