Dienstag, 6. März 2018

Hipsterfoodwoche: Dienstag


Der LCLOB

Der was? LCLOB = Life changing loaf of bread. Ja, es ist schon bemerkenswert, wenn jemand (Sarah Britton nämlich) sein Brotrezept als lebensverändernd bezeichnet. Mein Leben hat es nicht verändert, wenngleich ich das Brot an sich sehr spannend finde – unter anderem, weil es zum Zeitpunkt seiner Geburt ein absolutes und echtes Novum war. Es ist vollgepackt mit Nüssen und Samen, die lediglich durch die magischen Drei - Chiasamen, Leinsamen und Flohsamen – zusammengehalten werden. Erstaunlich, wie gut das Brot sich schneiden lässt! Und die Zubereitung an sich ist schon fast lächerlich einfach. Fazit: Das Zeug zum Alltagsbrot hat es nicht für mich, aber als feine Abwechslung besitzt es durchaus Potential.

Zutaten für 1 Brot

135 g Sonnenblumenkerne
90 g Leinsamen, geschrotet
65 g Haselnüsse und / oder Mandeln (ich habe gemahlene verwendet – ganze Nüsse sehen zwar hübscher aus, das Brot lässt sich aber dann schlechter schneiden)
145 g Haferflocken
2 EL Chiasamen
4 EL Flohsamenschalen
1 TL Salz
1 EL Ahornsirup
3 EL Kokosöl oder Ghee (geschmolzen) – würde ich vermutlich beim nächsten Mal durch Raps- oder Olivenöl ersetzen
350 ml Wasser

1. Alle trockenen Zutaten in eine Kastenform aus Silikon einwiegen und gut durchmischen.

2. Ahornsirup, Kokosöl und Wasser vermischen und zur Trockenmischung geben. Alles gut verrühren, bis ein dicker Teig entsteht.

3. Die Oberfläche mit einem Löffelrücken glattstreichen. Die Masse bei Raumtemperatur mindestens 2 Stunden oder auch über Nacht ruhen lassen, damit die Zutaten gut quellen uns sich miteinander verbinden können (mein Brotteig hatte 3 Stunden Quellzeit).

4. Den Backofen auf 180 °C vorheizen.

5. Den Brotteig in der Form in den Ofen schieben und 20 Minuten backen.

6. Vorsichtig aus dem Ofen nehmen, aus der Form stürzen und kopfüber zurück in den Ofen auf das Gitter legen. Weitere 40 – 50 Minuten backen.

7. Aus dem Ofen nehmen und auf dem Gitter vollständig auskühlen lassen. Erst dann aufschneiden.

Kommentare:

  1. Ich muss gestehen: Mit diesem "Brot" konnte ich gar nichts anfangen. Ich fand es viel zu schwer, viel zu kernig (obwohl das eigentlich eine Eigenschaft ist, die ich liebe) und geschmacklich... nun: ausbaufähig. Aber man muss ja zum Glück nicht alles mögen...
    Herzlich: Charlotte

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ein, zwei Scheiben reichen, da stimme ich dir zu. Es ist ja doch sehr kernig, wie du schreibst. Aber eben mal was anderes und ganz fein zur Abwechslung ... :-)

      Löschen
  2. Selbstverständlich habe ich das auch ausprobiert. Irgendwie konnte ich es nicht unter "Brot" einsortieren. Aber wenn man sich vom Begriff löst, dann ist es eine schöne Beigabe zu Suppen und anderem.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Liebe Susanne, dein Kommentar erinnert mich total an ein "Broterlebnis" von vor zwei Wochen, als mir eine Freundin ein Low Carb-Brot aus Mandeln, Topfen und ich glaub Chia-Samen zum Kosten gab. Sie konnte es auch nicht so ganz unter "Brot" einordnen und auf die Frage ihrer kleinen Tochter, was das denn sei, nannte sie es dann schulterzuckend "Kuchen" ;-)
      Es hat aber ganz gut geschmeckt - vor allem zur Winterwurzelcremesuppe, die sie dazu servierte, mjam!
      Ich denke, dass das auch das Geheimnis ist: Sich vom Begriff lösen und offen sein :-)
      Alles Liebe!

      Löschen
  3. Vor einiger Zeit nachgebacken und generell als ausbaufähig eingestuft. Mir gefiel weder die Konsistenz noch der Geschmack. Aber Susanne hat recht, wenn sich etwas "Brot" nennt, verbindet man damit gewisse Vorstellungen, die dieses Gebäck meiner Meinung nach nicht erfüllen kann.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. "Gebäck" - Heureka! Das Wort ist gefunden ;-)))

      Löschen