Freitag, 15. Dezember 2017

Lussekatter 3.0


Habe ich erwähnt, dass ich verliebt bin? In diese Goldteilchen, Bauchschmeichler, Lichtbringer, Luxusschneckchen? Ja, hab ich, ich weiß. Vor einem Jahr schon – genauso wie das Jahr davor. Das schwedische Luciagebäck zum 13. Dezember ist zum safranleuchtenden Fixstern in meinem kulinarischen Himmelsgewölbe geworden – und obwohl ich der festen Überzeugung bin, mein Rezept dafür gefunden zu haben, konnte ich es heuer nicht lassen, etwas anderes auszuprobieren.



Die Lussekatter von Luise und David kommen etwas gesünder daher, wenn man so will. Vollkornanteil, Ahornsirup statt Zucker, ein wenig Joghurt hier, ein bissl Nussbutter da. Eine schöne Variation, wie ich finde – fluffig und leicht kommen sie aus dem Ofen und schmecken noch lauwarm besonders fein. Diese Chance gilt es übrigens zu nutzen – denn schon am nächsten Tag mutierten sie hier, altbacken und verrunzelt, zu Ladenhütern.


Vollkornlussekatter mit Dinkel & Joghurt

Zutaten für 16 Stück

1 Briefchen Safran
100 ml Kuh- oder Pflanzenmilch (ich habe hier Kuhmilch verwendet, es würde aber auch Dinkel– oder Mandelmilch gut passen)
30 g Butter
3 EL Ahornsirup
1 EL Erdmandelbutter (alternativ Mandelbutter oder andere Nussbutter)
125 g glattes Dinkelmehl
125 g Vollkorndinkelmehl
2 EL griechisches Naturjoghurt (10 % Fett)
¼ TL Salz
10 g frische Hefe (1/4 Würfel)

Zum Belegen
32 Rosinen

Zum Bestreichen
1 Dotter
1 EL Milch

1. Den Safran im Mörser fein pulverisieren.

2. Milch, Butter, Ahornsirup, Erdmandelbutter und Safran in einen kleinen Topf geben und unter Rühren nur soweit erwärmen, bis eine glatte und homogene Masse entstanden ist.

3. Die Milchmischung gemeinsam mit den beiden Mehlsorten, Joghurt und Salz in die Rührschüssel der Küchenmaschine geben. Hefe hineinbröckeln.

4. Alles mit dem Knethaken auf mittlerer Stufe einige Minuten zu einem geschmeidigen und homogenen Teig verkneten. Der Teig sollte nicht mehr allzu klebrig sein. Gegebenenfalls nach Gefühl noch wenig Mehl hinzugeben.

5. Den Teig abgedeckt an einem warmen Ort gehen lassen, bis er sein Volumen ungefähr verdoppelt hat.

6. Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche geben und kurz durchkneten.

7. In 16 Teile teilen. Jeden Teigling rund schleifen und auf etwas Mehl absetzen. Abdecken.

8. Nun Teigling für Teigling Stränge von etwa 25 cm Länge und etwa 1 cm Durchmesser ausrollen. Die Stränge S-förmig eindrehen und mit genügend Abstand auf zwei mit Backpapier ausgelegte Bleche legen.

9. Abdecken und weitere 30 Minuten bei Raumtemperatur gehen lassen.

10. Inzwischen den Ofen auf 220 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.

11. Die Lussekatter mit dem mit Milch verquirlten Ei bestreichen und jeweils zwei Rosinen einsetzen – die Rosinen ruhig beherzt und tief in den Teig drücken, damit sie sich nicht wieder herausbacken.

12. Lussekatter in etwa 10 Minuten goldbraun backen.

13. Herausnehmen, auf einem Kuchengitter etwas abkühlen lassen und noch lauwarm zu einer Tasse Tee genießen.



Nach einem Rezept von David und Luise / Green Kitchen Stories.

Kommentare:

  1. Das ist ja witzig! Seit zwei Jahren bin ich ganz vernarrt in Lussekatter... nämlich seit Du sie hier vorgestellt hast. Ich habe vorgestern wieder welche gebacken und sie frisch und warm genossen. Sie schmecken auch heute noch. Das heurige Rezept klingt interessant ... immer wieder neue Variationen. Mal sehen, vielleicht probiere ich es demnächst aus.
    Lichtkatzengrüße Ulrike

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    1. Das würde mich freuen, liebe Ulrike! Die Lichtkatzengrüße schicke ich dir direkt zurück :-) Alles Liebe!

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  2. Lussekater backe ich nur selten, weil wir nur zu zweit davon essen und sie am nächsten Tag nicht mehr so toll sind. Deine Variante gefällt mir sehr gut!

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    1. Danke Susi! Sie lassen sich auch wunderbar einfrieren, btw ... :-)

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  3. Am gleichen Tag stand ich vier Stunden in der Küche, um Minestrone für 50 Leute zuzubereiten. Die Lussekatter hätten wunderbar als Dessert gepasst. :-)

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  4. Hallo liebe Maria!
    Lussekatter stehen bei mir noch auf der Liste! Schon ewig liebäugle ich damit- habs bisher aber noch nie versucht! Das Rezept liest sich toll- und optisch machen sie sowieso viel her :-)
    Das letzte Bild finde ich übrigens sehr entzückend <3
    Liebe Grüße, Renate

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    1. Beim Teigkneten stehen sie an vorderster Front, meine drei "Lussekatter" ;-)
      Das stimmt, optisch sind sie ein Traum - du wirst sie bestimmt ganz wunderbar in Szene setzen, wie ich dich und deine Bilder kenne ...

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  5. Bei dir kriege ich total Lust auf Weihnachten. Die Luxuskatter werde ich mir einfach nach Weihnachten backen, wenn wieder Zeit für Experimente ist. Ich wünsche dir und deinen süßen Helferlein eine schöne Weihnachtszeit!

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    1. Luxuskatter - war das jetzt ein Verschreiber oder Absicht? Die Wortkreation ist auf jeden Fall so was von genial :-)))
      Auch dir noch schöne letzte Adventtage ...

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Über Kommentare freue ich mich immer. Herzlichen Dank dafür!
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