Sonntag, 17. Februar 2013

So ein Glück

 


Glücklich sein schadet dem Pech. Las ich vor einigen Tagen in der Wohnung meiner lieben Freundin M. (wo genau, das verrate ich nicht). Stimmt, aber das mit dem Glück, das ist so eine Sache. Kommt bevorzugt zu denen, die nicht darauf warten. Kommt nur dann, wenn es wirklich will. Und geht auch schnell wieder, wenn es ihm grad nicht so gut reinpasst, dem Glück.

Brennnesseln enthalten Serotonin. Wusch! Ernährungswissenschafter-Sensoren auf Vollempfang. Könnte es sein, dass mein Lieblingsunkraut tatsächlich glücklich macht? Serotonin wird ja im Volksmund gern als Wohlfühl- oder Glückshormon bezeichnet. Ach deshalb mag ich dieses Grünzeug so gern, ich ahnte es doch. Mein Bauchgefühl ist einfach ein Wa…

Nein, leider. Ganz so einfach ist es nicht. Serotonin kann glücklich stimmen, ja. Aber stammt es aus der Nahrung, ist es nicht viel mehr als fahle Hülle: Weil es nicht ins Gehirn vordringen kann, darf es auch seine positive Wirkung nicht entfalten. Der Körper steht eben auf Hausgemachtes – und produziert sein Serotonin am liebstes selbst.

Na gut, du grüne Mogelpackung, glücklich machst du mich also nicht durch dein Serotonin. Trotzdem kommt das Glück, wenn ich dich esse: Weil du mir schmeckst.




Mürbes Brennnesselgebäck

Grandios zu einem kühlen Glas Weißwein!

Zutaten für etwa 3 – 4 Blech voll

150 g weiche Butter
180 g geriebener Käse
100 g Schlagobers
½ TL Salz
250 g Mehl
½ TL Backpulver
8 EL getrocknete Brennesselsamen (mehr dazu hier)

1. Butter und Käse mit den Knethaken des Handmixers verrühren.

2. Schlagobers, Salz, Mehl, Backpulver und Brennnesselsamen dazu geben und zu einem glatten Teig verkneten.

3. Den Teig etwa 2 Stunden im Kühlschrank rasten lassen.

4. Das Backrohr auf 200 °C vorheizen.

5. Teig etwa 5 mm dick ausrollen. Kekse ausstechen oder Quadrate ausradeln.

6. Das Gebäck auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech setzen, mit Ei bestreichen und in etwa 10 Minuten goldbraun backen.




Käseroulade mit Brennnesselsamen

Zutaten für eine Roulade

300 g Käse (im Ganzen, in Folie verpackt)
70 g Frischkäse
getrocknete Brennnesselsamen

1. Das Käsestück in der Verpackung (muss noch dicht verschlossen sein) in eine Schüssel legen und mit sehr heißem Wasser bedecken. Nach etwa 30 Minuten sollte der Käse durch und durch weich, also eigentlich geschmolzen sein.

2. Käse aus der Verpackung nehmen und rasch mit einem Nudelholz so dünn wie möglich zu einem Rechteck ausrollen (es ist wichtig, dass der Käse auch in der Mitte geschmolzen ist, sonst geht das nicht g’scheit!).

3. Mit dem Frischkäse dünn bestreichen und mit den Brennnesselsamen bestreuen (wer mag, kann nun noch Schinkenscheiben auflegen).

4. Nun alles vorsichtig und mit leichtem Druck dicht einrollen (ich habe von der Längsseite her eingerollt), in Frischhaltefolie wickeln und einige Stunden kühl stellen.

5. Die Roulade in mundgerechte Stücke teilen.


Und was ich noch sagen wollte: Die Mogelpackung, liebe Brennnessel, die war natürlich gar nicht ernst gemeint.

Kommentare:

  1. Ich war ja von deinem Bericht über die Emanzpflanzen begeistert und so gespannt auf die Brennnesselernte. Leider ist bei mir was falsch gelaufen. Ich war wohl zu spät dran. Die Samen waren braun und ganz trocken, haben nach gar nix geschmeckt und nach noch weniger gerochen. Oder vielleicht war es auch das extrem trockene Wetter, das wir letztes Jahr hatten, oder beides... Schade. Dieses Jahr probier ich es aber noch einmal!

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  2. Ja, unbedingt nochmal probieren, liebe Kärntnerin! Ich ernte die Samen, wenn sie noch halbwegs grün sind - getrocknet halten die auch ewig lang! Mein Vorrat riecht noch sooo gut, mmh ;-)

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