Montag, 9. Juni 2014

Neustart


Wo starte ich neu, nach dieser doch etwas längeren, durch so manche energiefressende, aber auch sehr viele schöne und spannende Umstände (wie etwa die baldige Erscheinung des König Nesselbart – davon demnächst mehr) bedingten Blogging-Pause?

Vielleicht bei einem kurzen, komplett unvollständigen, dafür nicht nur kulinarischen Rückblick auf die vergangenen sechs Wochen:

Ich habe
* dem Frühling beim Explodieren zugesehen
* dabei kurzzeitig Superstress entwickelt, weil es einfach zu viele interessante Wildkräuter gibt
* mich mit Frozen Yogurt beschäftigt (ja, genau, mir gefällt das)
* mehr als ein Brennnessel-Rezept probegekocht
* die erste Charlotte meines Lebens gebacken (die mit den dekorativen Biskuitrouladen-Scheiben rund um eine Kuppel aus feiner Erdbeer-Joghurt-Creme) und dafür viele Komplimente geerntet
* eine Reise ins Erdbeerland unternommen und
* daheim gleich frische Erdbeermilch gemacht, das erste, was man mit Erdbeerland-Erdbeeren einfach tun muss, und
* bis tief in die Nacht hinein ganz schnörkelfreie Erdbeermarmelade eingekocht, diesmal sogar ohne dem sonst obligatorischen Finger-Verbrennen und Die-ganze-Nacht-nicht-schlafen-Können
* meinem Pferd Phoenix, dem alten Kindskopf, zum 20er gratuliert, aber auch
* seiner Mutter, unserer 24-jährigen Fuchsstute, Lebewohl sagen müssen
* unsere Wohnung regelmäßig mit No-Budget-Wiesenblumensträußen dekoriert
* viel zu viele neue Kochbücher gekauft
* im Tian in Wien die vegetarische Küche von ihrer extrem extravaganten Seite kennengelernt (jedes Teller ein Kunstwerk, bei jedem Teller eine anfängliche Hemmung, mit dem Essen zu beginnen)
* im Mühltalhof in Neufelden eine immer wieder begeisternde Mischung aus Bodenständigkeit und Kreativität genossen
* das erste Hühnerfrikassee meines Lebens gekocht, das eigentlich ein Hahnenfrikassee war, von einem Junghahn vom Hof meines Bruders nämlich
* dem besten Bordercollie ever, Ace, zum dritten Agility-WM-Start in Folge gratuliert, diesmal geht’s im September nach Luxemburg (seinem Herrchen hab ich natürlich auch gratuliert, eh klar)
* mich außerdem über die erste Handvoll Maikirschen gefreut.

Und viel gesammelt, gekocht und ausprobiert:


Gundelrebe-Eis

Die Gundelrebe ist ein zähes Kraut, das den Winter gut übersteht und zeitig im Frühjahr wieder austreibt. Ihre Blätter schmecken minzartig und sehr aromatisch. Dieses einfache Rezept ist schnell gemacht, kommt ohne Eismaschine aus und ist doch etwas ganz Besonderes.

Zutaten für 4 Portionen

1 Banane
1 Orange
1 Apfel
½ Zitrone
300 g Schlagobers
1 Handvoll Gundelrebeblättchen
Honig nach Geschmack
Für die Dekoration: einige kleine Gundelrebeblättchen, etwas Edelbitterschokolade, Gundelrebeblüten

1. Banane und Apfel schälen und in Stücke schneiden.

2. Zitrone und Orange auspressen.

3. Bananen- und Apfelstücke mit Zitronen- und Orangensaft sowie den Gundelrebeblättchen in einem Mixer pürieren. Falls nötig, etwas Obers dazugeben.

4. Das restliche Schlagobers steif schlagen und unter das Püree heben.

5. Nach Geschmack mit Honig süßen.

6. Die Eismasse etwa 1 cm dick in einer flachen Form oder auf einem kleinen Backblech verstreichen und für mindestens vier Stunden einfrieren.

7. Für die Dekoration ein klein wenig Schokolade schmelzen und einige schöne Gundelrebeblättchen damit überziehen (geht gut mit einem kleinen Backpinsel oder auch mit den Fingern). Trocknen lassen.

8. Etwa 10 Minuten vor dem Servieren das Eis dem Gefrierschrank nehmen. In unregelmäßige Stücke oder Dreiecke schneiden und auf Tellern anrichten. Mit grünen und schokolierten Gundelrebeblättchen sowie mit Gundelrebeblüten dekorieren.


Rezept nach Klemme / Holterman und Hauser.

Kommentare:

  1. Hallo meine Liebe,
    Wieder schön von Dir zu hören :-)
    Ein schönes Eisrezept...
    Gundelrebe kenne ich gar nicht, bin gespannt ob ich das bekomme.
    Herzliche Grüsse,
    Sabine

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    1. Gundelrebe gibts bestimmt in deinem Garten, Sabine (sofern du einen hast) - sie ist offenbar vielen Gärtnern ein wahrer Dorn im Aug', weil sie sich so unkontrolliert vermehrt ;-)
      Freu mich auch, dass ich wieder da bin :-) Liebe Grüße!

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  2. Da ist aber wirklich SO viel passiert, dass man gar nicht weiß, was man sollen soll... Bravo zum Hund, Mitfühlen beim Pferdefreundabschied, Auja Frozen Joghurt (ich freue mich drauf), und Charlotte und Brennessel... alles spannend!
    schön, überhaupt von dir zu lesen ;)

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    1. Auch schön, von dir zu lesen :-)
      Dem Hund werd ichs ausrichten, der kriegt sowieso noch eine Riesenknacker, weil er sooooo brav ist, Frozen Yogurt kommt bald, von der Brennnessel werdet ihr sowieso in nächster Zeit mehr hören ;-)
      Liebe Grüße zu dir!

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  3. Ah da bist du ja wieder, ich war drauf und dran dich anzumailen ob es dir gut geht, habe ich überlesen dass du eine Blogpause plantest?

    Deine Wochen waren aber auch so gut gefüllt ;-)
    lg Sina

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    1. Das ist sooo lieb von dir :-)
      Nein, du hast nichts überlesen, die Blogpause passierte "einfach so" - plötzlich war keine Zeit mehr dafür, vor allem keine Muse, weil drumherum so viel geschehen ist und zu tun war ... Hat auch gut getan und jetzt bin ich wieder da!

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