Montag, 13. Januar 2014

Schokolade zum Frühstück


Das Minimädel ist vom Kindergarten heimgekommen und hat uns eine Zeichnung überreicht.
Schau mal, das bist du und das ist der Papa!, hat sie mir freudig erklärt. Ich hab die Zeichnung betrachtet. Zwei Kugelmenschen mit Augen und Mund, Armen und Beinen. Und Haaren!


Das ist aber eine schöne Zeichnung, habe ich geantwortet, und wer hat die gemacht? Das Minimädel hat ja schließlich schon öfter kleine Kunstwerke anderer Kinder mit heim gebracht.
Ich!, hat das Minimädel gerufen und ist davon gedüst.

Da stand ich also. Wie bestellt zum Entwicklungssprungseminar und so was von gar nicht abgeholt. Gestern noch Kritzikratzi. Und heute kann das  Minimädel Menschen zeichnen? Nei-ein. Gibt’s doch gar nicht. Oder?

Etwas später habe ich das Minimädel zum gemeinsamen Zeichnen bestellt. Rein alibimäßig, ich konnte es nicht lassen. Hab sie gebeten, die Mama zu zeichnen. Hab auf das so vertraute Kritzikratzi gewartet. Und dann das, ganz locker aus dem Handgelenk:


Im Kindergarten hab ich einen Fehler gemacht beim Zeichnen, hat sie mir schließlich noch erklärt. Die Menschen stehen ja nicht so da (Minimädel streckt die Arme seitlich aus), sondern so (Minimädel streckt die Arme nach unten).

Kawumm!!!
(Explosion der stolzgeschwellten Mutterbrust)

Solche Momente schreien nach Schokolade. Von mir aus sogar zum Frühstück.


Schokoladenbrot

Schokolade zum Frühstück, na sicher, vielleicht sogar in dreifacher Ausführung? Schokoladenbrot (am besten getoastet!) + Schoko-Nuss-Aufstrich + Trinkkakao = glücklich J.
Das Brot schmeckt auch großartig mit Butter und Marmelade, muss aber nicht zwangsläufig süß kombiniert werden. Es ist nämlich entgegen meinen ersten Vermutungen tatsächlich mehr Brot als Kuchen und passt mit seinem herben Schokoladengeschmack ebenso hervorragend zu Käse oder Leberpastete!

Zutaten für eine Kastenform (30 cm)

300 ml Milch
50 g Zucker
15 g frische Hefe
400 g Mehl
50 g Kakaopulver
1 Prise Salz
50 g zerlassene Butter

1. Milch mit Zucker leicht erwärmen, die Hefe hinein bröckeln und alles etwa 10 Minuten stehen lassen, bis sich Blasen bilden.

2. Mehl mit Kakaopulver und Salz in einer Rührschüssel vermischen, die warme Milch und die zerlassene Butter dazugeben und einige Minuten lang zu einem glatten und elastischen Teig verkneten.

3. Abgedeckt an einem warmen Ort etwa 1,5 – 2 Stunden gehen lassen.

4. Eine Kastenform mit Backpapier auslegen.

5. Den Teig nochmals gut durchkneten und zu einer Rolle formen. In die Kastenform legen, mit dem Geschirrtuch abdecken und nochmals 30 – 60 Minuten gehen lassen.

6. In der Zwischenzeit den Backofen auf 180 °C vorheizen.

7. Das Brot etwa 25 Minuten backen, bis die Oberseite fest ist und das Brot beim Anklopfen hohl klingt. Zum Abkühlen auf ein Gitter stürzen.

Rezept aus dem Buch „Familien-Rezepte“ von Tessa Kiros, erschienen im Dorling Kindersley Verlag.


Brombeermarmelade mit Schokolade

Zutaten für 4 Gläser à 300 ml

1 kg Brombeeren
500 g Gelierzucker 2:1
100 Braunzucker
Saft und Schale von 1 unbehandelten Orange
100 g Zartbitterschokolade, klein gehackt

1. Brombeeren, Gelierzucker, Braunzucker und Orangensaft und -schale in einem großen Topf vermischen und zugedeckt etwa 8 Stunden ziehen lassen.

2. Den Topf auf den Herd stellen und unter ständigem Rühren aufkochen lassen.

3. Die Zartbitterschokolade dazu geben, 5 Minuten sprudelnd kochen lassen und sofort in saubere Gläser mit Schraubdeckel abfüllen. Gut verschließen.

Nach einem Rezept aus dem Magazin Kochen & Küche.

Kommentare:

  1. Awwww! Bin immer wieder überrascht wie schnell und unvorbereitet solche Sprünge "passieren". Wünsch Dir noch viele viele schöne Zeichnungen zum Staunen und Freuen :-)

    Liebe Grüße, Julia

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  2. oh ja, Kopffüssler und wenn du genau hin siehst, hat es jatzt auch Nase und andeutungsweise Ohren. Die hab ich früher auch oft bekommen. Das Brot erinnert zwar mehr an Kuchen, könnte es mir aber gut Frühstück vorstellen

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    1. Stimmt, sieht aus wie Kuchen, klingt nach Kuchen - aber eigentlich ist es doch viel mehr Brot!

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  3. Ein großes Kompliment an das Mini-Mädel für diese wunderbaren Zeichungen und diese scharfe Beobachtungsgabe (mit den hängenden Armen) - also echt - Chapeau! (Die Freude darüber, die versteh ich gut. Bis ans Ende meiner Tage werd ich die Familien-Zeichnungen meiner Buben aufheben :-) Liebe Grüße, Irmi aus Wien

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    1. Ich hab mir auch schon eine Schuhschachtel für all diese kleinen Schätze angelegt, Irmi! Ich werds dem Minimädel ausrichten :-)

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  4. Wow eine künftige berühmte Malerin? Ganz sicher!

    Deine Sachen schauen schon wieder sooo gut aus...

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    1. Danke, das freut mich ... Mal schauen, ob das mit der Malerin was wird. Wobei: Im Kindergarten ist ja auch das Malen an der Staffelei ihre Lieblingsbeschäftigung! Also möglicherweise hast du sogar recht ;-)

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  5. Bei dem Marmeladerezept musste ich grade heftig schlucken. Ich kenne Marillenmarmelade mit weißen Schokostücken drinnen, die ist sofort auf die Unbedingt-wieder-einkochen-Liste gewandert. Und ich kann mir vorstellen, dass die Brombeeren mit der dunklen Schoki genau so gut schmeckt!

    Außerdem find ich die Geschichten, die du über deine Tochter schreibst, immer extrem liebenswert! :)

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    1. Mmh, ja, Marille und weiße Schoki - kommt jetzt auf MEINE Einkochliste. Hast du das Rezept mal verbloggt?

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  6. Neeeein wie süß! Ich sitze gerade ganz verzückt vorm PC und kann mir lebhaft vorstellen, wie sich die Szene abgespielt hat und wie stolz du sein musst! <3

    Das Marmeladenrezept klingt auch toll und ist zu meiner Freude sogar vegan!
    Wird bestimmt ausprobiert :)

    Alles Liebe
    Natalie

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    1. Ja, sooooo stolz (noch immer) :-)
      Ich kann mir gut vorstellen, dass auch das Schokoladenbrot in einer veganen Version mit Pflanzenmilch und Margarine super schmeckt - vielleicht magst du's ja mal ausprobieren und mir dann berichten? Liebe Grüße!

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