Samstag, 13. Juli 2013

Pisa, Pasta, Federico


In meinen Gedanken duftet es nach Freiheit, Ungestüm und Lebensfreude: Ein paar Tage Pisa, wie lange ist das her. Il dolce far niente, dieses wunderbar süße Nichtstun, damals ging es noch leicht: Ich war Studentin, meine Schwester auch. Sie im Ausland, ich ihr hinterher. Die schöne Stadt, die kleine WG, so viel Sonne, dieses typisch italienische Lebensgefühl, das ich so sehr mag. Und Federico, ein junger Sizilianer. Ich habe ihn in dieser kurzen Zeit kaum kennen gelernt. Aber ich sehe ihn noch vor mir, wie er bei meiner Ankunft in der winzigen Küche stand und Tomaten würfelte.

Im Nachhinein betrachtet: Eine Szene mit Potential! Wäre es ein Film gewesen, so hätte ich mich bestimmt Hals über Kopf in ihn verliebt, wir hätten viel gegessen und getrunken, uns furchtbar gestritten und wieder versöhnt, ich hätte bei seiner Mamma das Kochen gelernt, ihm sechs Kinder geschenkt und mein Gewicht verdoppelt. Aber nein, es war kein Film und um ehrlich zu sein: Ich habe nicht einmal mehr den leisesten Hauch einer Ahnung, wie der Mann aussah. So, jetzt bin ich wieder nüchtern.

Trotzdem: Etwas ist von ihm geblieben. Das folgende Rezept ist seins, vor kurzem bei meiner Schwester und gleichzeitig für mich entdeckt.


Pasta alla Federico

1. Tomaten kurz in heißem Wasser blanchieren, häuten, vierteln, entkernen und in kleine Würfel schneiden.

2. Tomatenwürfel mit Knoblauch, Salz, Pfeffer, frischem Basilikum und Olivenöl vermischen und einige Stunden durchziehen lassen.

3. Semmelbrösel in etwas Butter oder Olivenöl anrösten, mit Salz und Zimt würzen.

4. Pasta kochen, abgießen, mit den Tomatenwürfeln vermischen und mit den Bröseln bestreuen.

Kommentare:

  1. Du hast einen wunder, wunderschönen Blog!!! <3
    Deshalb möchte ich dich Fragen, ob du vielleicht mal Lust hättest, für mich einen Gastpost zu schreiben??? Darüber würde ich mich wahnsinnig freuen!
    Wenn du Lust hast, kann st du ja mal bei mir vorbeischneien, und mir dann bescheid sagen?? Das wäre genial!!!!!
    Alles Liebe, Cathi von Carpe Kitchen!

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    1. Liebe Cathi, danke für das Lob, danke für die Einladung :-) Ich war auch grad drüben bei dir und man merkt deine Liebe zum Thema. Das finde ich schön ... Ich schreibe sehr gerne einen Gastpost für dich und melde mich in der nächsten Zeit mal bei dir, einverstanden! Liebe Grüße vom Mädel

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  2. Ich bin echt erstaunt dass ein Sizilianer Zimt in seine Pasta gibt.
    Bislang kannte ich das nur von den Griechen und Zyprioten, nicht aber von einem Italiener, man lernt echt nie aus.

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    1. Ja, gell? War auch erstaunt ... aber auch erstaunt darüber, wie gut es passt!

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