Sonntag, 21. Juli 2013

Na dann gute Nacht


Zugfahren ist gefährlich, denn dabei kann man sich ganz schön blamieren. Zumindest dann, wenn die Reise nicht nur von A nach B, sondern auch – freiwillig oder nicht – ins Land der Träume führt. Solche Schlafblamagen, die übrigens in geschlossenen Sechserabteilen besonders schwer wiegen, lassen sich meiner Ansicht nach in drei Kategorien einteilen:

AKZEPTABEL
Den Zielbahnhof verschlafen – das zeugt vielleicht von ein wenig zu wenig Selbstorganisation, aber im Grunde ist das ja nicht so schlimm.

GRENZWERTIG
Heruntergeklappte Kinnläden sehen nicht vorteilhaft aus. Sie sind aber unter Zugschlafenden mehr die Regel als die Ausnahme, insofern ist der Anblick zumindest nicht ganz neu. Schnarchen gehört auch hierher: So unerfreulich es mitunter für die Betroffenen ist, so amüsant kann es den anderen die Zeit vertreiben. Dasselbe gilt für in regelmäßigen Abständen zur Seite oder nach vorne wippende Köpfe.

ECHT PEINLICH
In diese Kategorie gehören Spuckefäden, die sich aus heruntergeklappten Kinnläden entwickeln und mit jedem Atemzug länger und länger werden. Es soll außerdem schon passiert sein, dass sehr entspannt Schlafende ganz plötzlich geweckt werden – von ihrem eigenen Pups. Zugeben tu ich hier aber gar nix.

Die Zugfahrt, ein Quell von Schmach und Schande … Angesichts dessen: Wäre es da nicht gut, ein Instrument zur Hand zu haben, das, sagen wir mal, ungebührliches Verhalten oder Aussehen ganz einfach verhindert oder zumindest rasch wieder in manierliches verwandelt? Jajaja, das wäre gut! Vielleicht klappt es ja so:


Königinnen-Duftkissen

Mädesüß und Wiesenlabkraut – beide duften wundervoll, wenn sie blühen: Süß, blumig, fruchtig und vor allem das Mädesüß sehr intensiv. Die Nase in die üppigen Blütenstände getaucht ist so betörend … Mädesüß, die Wiesenkönigin, wurde in früheren Zeiten auch als „Streukraut“ eingesetzt, man bestreute frühmorgens die Holzfußböden mit den frischen Blüten und ließ diese einige Tage liegen, um den Raum zu beduften. Danach wurde es wieder ausgekehrt.


Für ein Königinnen-Duftkissen werden Blüten und Kraut von Mädesüß und Wiesenlabkraut getrocknet, etwas zerkleinert und mit Dinkelspelzen in ein kleines Baumwollkissen gefüllt. Dieses kann dann noch in einen schönen Kissenbezug „eingepackt“ werden. Das Verhältnis von Dinkelspelzen zu Mädesüß und Wiesenlabkraut sollte dabei idealerweise 2:1:3 betragen. Diese Mischung wirkt beruhigend und schlaffördernd und beschert – so meine ich – süße Träume.


Die Anleitung für das Königinnen-Duftkissen stammt aus dem Buch „Zauberhafte Blütenküche“ von Elisabeth Mayer, erschienen im Bucher Verlag.

Kommentare:

  1. Was für schöne Ideen du zeigst. Und zu jedem Kraut scheint dir etwas einzufallen! Und deine Fotos werden auch immer hübscher! Und dein Blogname mag ich sowieso...
    So, jetzt reichts aber für heute ;)
    sonnige Grüße

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  2. Danke ... Danke! ... Danke!!!
    Ich mag dich auch ;-)

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